Schüler und Lehrer aus vier Ländern in Lünen zu Gast

Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Das Thema Europa stand im Mittelpunkt, als Lehrer und Schüler aus vier Ländern zu Gast im Rathaus waren. Sie besuchen derzeit die Geschwister-Scholl-Gesamtschule aus einem besonderen Grund.

Lünen

, 29.01.2019, 06:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beigeordneter Horst Müller-Baß und Lehrerin Hatice Cin, die das Erasmus plus-Projekt federführend an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule betreut, mit dem Gästebuch der Stadt Lünen, in das Gäste und Gastgeber sich eintrugen.

Beigeordneter Horst Müller-Baß und Lehrerin Hatice Cin, die das Erasmus plus-Projekt federführend an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule betreut, mit dem Gästebuch der Stadt Lünen, in das Gäste und Gastgeber sich eintrugen. © Beate Rottgardt

Erasmus plus ist das Stichwort - die Geschwister-Scholl-Gesamtschule nimmt an einem internationalen Projekt teil, das zum Ziel hat, Kontakte zwischen Schülern und Lehrern aus verschiedenen Ländern zu knüpfen.

Verschiedene Gruppen aus der Erasmus plus-AG, die von Lehrerin Hatice Cin geleitet wird, waren bereits in Italien, Mazedonien, Spanien und der Türkei, wohnten dort in Gastfamilien und lernten Kultur und Schulsystem der Projekt-Partnerländer kennen.

Die gastgebenden Schüler und Lehrer der Geschwister-Scholl-Gesamtschule waren mit ihren Gästen aus Italien, Spanien, der Türkei und Mazedonien im Sitzungssaal des Rathauses.

Die gastgebenden Schüler und Lehrer der Geschwister-Scholl-Gesamtschule waren mit ihren Gästen aus Italien, Spanien, der Türkei und Mazedonien im Sitzungssaal des Rathauses. © Beate Rottgardt

Nun können sich die Lüner für die Gastfreundschaft revanchieren. Seit dem Wochenende sind Gäste aus den Partnerschulen in den vier Ländern in Lünen zu Gast. Einen ersten Eindruck sollten sie beim Empfang im Rathaus am Montag schildern. „Mir gefällt die Architektur und die Kunst in der Scholl-Schule besonders gut“, meinte eine Gastschülerin - sicher zur Freude von Schulleiter Christian Gröne, der auch im Ratssaal dabei war.

Begrüßt wurden die Schüler und Lehrer aus den vier Projekt-Partnerschulen von Beigeordnetem Horst Müller-Baß, der auch für das Thema Europa zuständig ist.

Sein Appell an die Jugendlichen: „Stürzen Sie sich auf Fremdsprachen, nicht nur Englisch. Wer andere Sprachen beherrscht, bekommt leichter Zugang zu anderen Menschen und Kulturen.“

Andere Leute und Kulturen kennenlernen

Zwei Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule verrieten, warum sie sich in der Erasmus plus-AG engagieren: „Damit man anderen Menschen Deutschland und Lünen zeigen kann.“ „Damit ich neue Leute und neue Kulturen kennenlerne.“

Nicht ganz so positiv sehen die Jugendlichen die Zukunft der Europäischen Union. „Entweder schotten sich immer mehr Länder ab und verlassen die EU und England bleibt Außenseiter und geht und der Rest wächst immer mehr zusammen“, meinte ein Schüler aus Lünen auf die Frage von Müller-Baß. Ganz schwarz sieht ein Mitschüler die Zukunft, er befürchtet gar, dass in einigen Jahren ein Dritter Weltkrieg ausbrechen könnte - allerdings nicht in der EU, er sieht eher den Konflikt zwischen Nordkorea und den USA als Auslöser.

Beigeordneter Horst Müller-Baß schaute den Schülern und Lehrern aus Lünen und den Gast-Ländern über die Schulter - beim Eintrag ins Gästebuch der Stadt.

Beigeordneter Horst Müller-Baß schaute den Schülern und Lehrern aus Lünen und den Gast-Ländern über die Schulter - beim Eintrag ins Gästebuch der Stadt. © Beate Rottgardt

Applaus gab es von Gästen und Gastgebern für den kurzen Imagefilm der Stadt Lünen, der aus Anlass des Stadtjubiläums „675 Jahre Lünen“ im Jahr 2016 entstanden ist. Außerdem erfuhren die Gäste, dass es in Lünen 24 Schulen, 41 Kitas und über 100 Sportvereine gibt.

Europa spielt sich auch in Lünen ab

Wie wichtig das Thema Europa für die Stadt ist, erklärte Müller-Baß anhand von Beispielen: Lünen profitiere von Förderprogrammen auf europäischer Ebene ebenso wie Mitarbeiter der Stadtverwaltung Praktika in den europäischen Partnerstädten Lünen machen könnten. „Außerdem gibt es auch einen regen Austausch mit unseren Partnerstädten auf Verwaltungsebene“, so Müller-Baß.

Bevor Gäste und Gastgeber dann zu einer Stadtführung aufbrachen, trugen sie sich ins Gästebuch der Stadt Lünen ein. Die Vertreter der Schulen aus den vier Ländern bleiben noch bis Freitag in Lünen. In diesen Tagen stehen auch noch Ausflüge nach Dortmund, Münster und Köln auf dem Programm.

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