Schüler werben für Toleranz und Respekt

Denk-Nach-Aktion

Kanus stehen am Freitagvormittag überall in der Lüner Innenstadt. Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums wollen mit einer Denk-Nach-Aktion an dem Tag für Toleranz und gegenseitigen Respekt werben. Ihre Botschaft: „Wir sitzen alle in einem Boot“.

LÜNEN

von Von Jessica Bader

, 09.11.2012, 13:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor dem Rathaus warben Elke Krziwanek (v.r.), Andrea Brüggemann, Vanessa Fritzsche und Anna Schröder für Tolenanz und Respekt beim Aktionstag "Wir sitzen alle in einem Boot".

Vor dem Rathaus warben Elke Krziwanek (v.r.), Andrea Brüggemann, Vanessa Fritzsche und Anna Schröder für Tolenanz und Respekt beim Aktionstag "Wir sitzen alle in einem Boot".

Am Jahrestag der Pogromnacht wollen die Schüler ein Zeichen setzen. Zwölf Stationen haben sich die Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe dafür ausgesucht. Dort sitzen sie in ihren Kanus und beantworten die Fragen der Passanten. Am Mahnmal an der Lippe etwa haben Julian Weischenberg, Robin B. Schürmann und Jonas Lüke Station bezogen, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Besonders ältere Menschen interessierten sich für die Aktion, erzählen die Jungs. Ein Zeitzeuge haben ihnen bereits von seinen Erlebnissen in der Pogromnacht berichtet, sagt Julian Weischenberg.  Vor dem Rathaus wollen die „Steinis“ deutlich machen, dass die Bürger auch auf politischer Ebene in einem Boot sitzen. Hier könnten sie auch viele Menschen mit ausländischen Wurzeln erreichen, sagt Anna Schröder. Die meisten Passanten reagierten positiv auf das Engagement der Schüler. „Die finden das gut, dass wir das machen.“  Bis zum frühen Nachmittag wollen die Schülern mit ihren Booten in der Innenstadt bleiben. Auch vor der Stadtkirche, wo sie für gegenseitigen Respekt zwischen den Religionen werben, an der Polizeiwache, um „Nein“ gegen Gewalt zu sagen, und vor dem Krankenhaus, um deutlich zu machen, dass sich Kranke und Gesunde in einem Boot befinden.

Lesen Sie jetzt