Auf einen Festumzug wie hier in Nordlünen im Jahr 2019 hoffen die Vereine auch für das Jahr 2021. © Michael Blandowski
Schützenfest

Schützenfeste in Lünen – Entscheidung fällt erst im Frühjahr 2021

Tanzen, Lachen, Musik: Viele sehnen sich nach etwas Normalität. Die Hoffnungen liegen auf den Schützenfesten im nächsten Jahr - und die Lüner Schützenvereine hoffen mit.

Schützenfeste – wer hat sie nicht in diesem Jahr vermisst? Geselligkeit und Musik, Festivität. Die Dinge, die in der Corona-Krise zu kurz gekommen sind, sollen, wenn möglich, im Jahr 2021 nachgeholt werden können. Für das kommende Jahr am Zug sind turnusmäßig die Schützenvereine Nordlünen-Alstedde und Niederaden. Wie ist der Plan der beiden Vereine?

Niederadener Schützen haben gemischte Gefühle

Vorsitzender und amtierender König Gerd Garbe von den Niederadener Schützen sieht dem kommenden Jahr mittlerweile mit gemischten Gefühlen entgegen. „So, wie die Lage aktuell ist, würde ein Schützenfest wenig Sinn machen.“ Je nach Situation im Frühjahr müsste für das Fest ein Corona-Konzept erarbeitet werden – angepasst an die entsprechenden Bedingungen, die dann herrschen.

„Momentan macht es gar keinen Sinn, in diese Richtung zu planen, denn wir wissen nicht, inwiefern das Konzept ausgearbeitet werden müsste“, sagt Garbe. Denn die Vorbereitungen für das Fest liefen schon lange vor Corona – bis das Virus kam und alles lahmlegte. Ein Plan für das Fest steht und Verträge sind lang geschlossen: Die Festfolge mit Ausmarsch und Vogelschießen am Vatertag, die traditionelle Disko am Pfingstfreitag, die Inthronisierung am Samstag, der Umzug am Sonntag und der Dorfabend mit Programm am Montag. „Ein Schützenfest ist ein gesellschaftliches Ereignis. Es ist zweifelhaft, ob das unter Corona-Bedingungen überhaupt möglich ist.“

Eine Entscheidung will der Verein spätestens Mitte Februar fällen, wenn bis dahin wieder eine Jahreshauptversammlung möglich ist.

Gerd II. und Martina I. Garbe bei der Proklamation 2018.
Gerd II. und Martina I. Garbe bei der Proklamation 2018. © Beuckelmann © Beuckelmann

Ähnliche Lage für den Verein Nordlünen-Alstedde

Ähnlich gestaltet sich die Lage für den Schützenverein Nordlünen-Alstedde: „Wir sind uns nicht sicher, ob bis zum Zeitpunkt des Festes Veranstaltungen dieser Art überhaupt genehmigt werden“, sagt Vorsitzender Armin Gubisch. „Aber so, wie es jetzt aussieht, habe ich kein gutes Gefühl.“

Auch die Nordlüner Schützen haben das Fest bis auf ein paar Kleinigkeiten schon vorbereitet, aber wissen: Alles hängt von den äußeren Umständen ab. „Wenn es erlaubt wird, dann werden wir es auch machen“, sagt Gubisch.

Der Verein hofft darauf, die Jahreshauptversammlung im März stattfinden zu lassen. „Danach wissen wir dann hoffentlich, ob wir es machen dürfen oder eben nicht. Dann sind noch drei Monate Zeit für die restlichen Feinheiten.“

So lange heißt es für den Verein: Abwarten und tun, was möglich ist. Für den Nikolaustag (6.12.) verteilen König und der Verein Süßigkeitentüten an die Kinder. Ein kleines Zeichen inmitten einer schwierigen Zeit. „Wir wollen die Leute nicht ganz vergessen.“

Armin I. u. Gabi I. Gubisch bei der Abnahme der Parade 2019.
Armin I. u. Gabi I. Gubisch bei der Abnahme der Parade 2019. © Gärtner © Gärtner
Über die Autorin
Volontärin
Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
Zur Autorenseite
Denise Felsch

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt