Schule ist ein unruhiges Personalgeschäft

NORDLÜNEN Gute Nachrichten hatte gestern die Schulleitung des Gymnasiums Altlünen: Mit sechs Lehrern im Minus ins neue Schuljahr gestartet, erhielt Direktor Dr. Norbert Ingler jetzt die Zusage, dass im vereinten Bemühen mit der Elternschaft vier weitere Lehrerstellen besetzt werden konnten.

von Von Ludwig Overmann

, 19.01.2008, 08:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits im Laufe der vergangenen Monate war das Kollegium zwei Lehrkräfte ergänzt worden. Bei den neuen Gesichtern im 71-köpfigen Kollegium (inkl. drei Referendaren, fünf weitere kommen ab 1.2.08 hinzu) handelt es sich um Dr. Simonetta Terio (Fächer: Latein, Griechisch, Italienisch), Olympia Kosinski (Englisch, kath. Religion, Geschichte), Johannes Reimann (Deutsch, Sozialwissenschaften) und Dr. Markus Walz (Biologie, Physik).

„Bis auf Dr. Walz handelt es sich bei den neuen Kräften um Ersteinstellungen“, sagte der Schulleiter, der mit seinem Stellvertreter Ralph Rüth und der Schulpflegschaftsvorsitzenden Claudia Knobloch-Reher informierte.

Noch nicht alle Fragen beantwortet

Letztere machte deutlich, dass dem Gymnasium aber noch nicht alle Fragen aus dem Schreiben ans Schulministerium beantwortet wurden. Es ging auch um die Regelung des Erziehungsurlaubs, die vorsieht, dass die Vertretung erst acht Wochen nach Beginn greift.

Durch die personellen Verstärkungen sehen Schulleitung und Elternschaft das Gymnasium für die Arbeit mit den derzeit 1080 Schülern gut gerüstet, denn jetzt können im Durchschnitt der Klassen 30 Stunden pro Woche Unterricht erteilt werden. Klasse 5 (ca. 30 Stunden + 2 Ergänzungsstunden), Klasse 6: (33-34), Klasse 7 (31-34), Klasse 8 (31-32), Klasse 9 und 10 (über 30).

Kollegium zieht phantastisch mit

Dennoch sei klar, dass Schule ein „unruhiges Personalgeschäft“ bleiben werde. „Das Kollegium zieht aber phantastisch mit, lässt sich ,Spitzrechnungen´ gefallen“, meint Ralph Rüth. Zwei Lehrer werden im nächsten Halbjahr pensioniert.

Intensiv haben sich Schüler und Lehrer am pädagogischen Tag mit den Kopfnoten befasst. „Sie sind eine Herausforderung mit der wir bei aller Kritik positiv umgegangen sind“, lässt sich Dr. Ingler auf ein Fazit ein. In einem zweistufigen Verfahren wurde das Ergebnis zum Arbeits- und Sozialverhalten ermittelt.

Im Durchschnitt eine 2

„Die meisten waren Konsensentscheidungen, im Durchschnitt eine 2“, berichtet Dr. Ingler, der seine Schüler als im Durchschnitt fleißig beurteilt.

Claudia Knobloch-Reher meinte, als Mutter hätte sie sich die Beibehaltung der bisherigen Regelung gewünscht. Die Lehrer hätten sich immer viel Mühe mit der Beurteilung der Schüler gegeben, die sie in Worte fassten – für die Eltern ein konkreteres Ergebnis als die Zahlen.

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