Einschulungen im Corona-Jahr: Wie gehen Lüner Schulen damit um?

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Die Einschulung ist immer ein besonderer Tag. Doch in diesem Jahr stellt sich die Frage: Wie sieht so eine Feier überhaupt aus? Die Leoschule hat sich dafür eine Lösung überlegt.

Lünen

, 31.07.2020, 11:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schultüten werden gepackt, der Schultornister schon einmal probeweise auf den Rücken geschnallt: Für viele Kinder ist die Aufregung ist groß, bald endlich in die Schule zu gehen. „Die Einschulung ist für viele Kinder ein wichtiger Moment und natürlich auch ein großer Schritt im Leben“, weiß Matthias Flechtner als Schulleiter der Leoschule.

Deswegen war es ihm wichtig, auch in diesem Jahr eine Einschulungsfeier für die Erstklässler zu veranstalten. Doch dass die wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann wie bisher, war schnell klar. Immer wieder habe Matthias Flechtner sich mit den anderen Schulleitern in Videokonferenzen oder in Messenger-Gruppen ausgetauscht.

Vom Land NRW kommen bisher keine Empfehlungen für Einschulungsfeiern, es wird lediglich auf die aktuelle Corona-Schutzverordnung verwiesen. Daher sucht nun jede Grundschule in Lünen nach individuellen Lösungen, die sich damit vereinbaren lassen.

Einschulungsfeier im Hansesaal

An der Leoschule in Lünen war dies nicht einfach, denn die Grundschule hat keine eigene Turnhalle und auch die Pausenhalle ist zu klein. Deswegen findet die Einschulungsfeier an dem Donnerstag nach den Ferien (13.8.) im Hansesaal statt. Dort gibt es für jede Klasse eine separate Feier.

Außerdem müssen in diesem Jahr auch Großeltern, Geschwister oder Paten zu Hause bleiben. „Pro Kind dürfen nur zwei Personen mitkommen“, erzählt Flechtner. Das läge vor allem an der Größe des Hansesaals. Dort passen maximal 80 Personen rein - bei drei Klassen mit jeweils 26 Kindern passt das genau.

Auf das Programm müssen die Kinder ebenfalls nicht verzichten. „Wir machen für jede Gruppe einen Gottesdienst und danach folgt ein Programmpunkt, den wir jetzt noch nicht verraten wollen“, so Flechtner. Doch auf andere Schüler von der Leoschule oder gar Chöre muss die Schule in diesem Jahr definitiv verzichten.

Eltern wurden mit YouTube-Film informiert

Auch die Eltern sind schon informiert: Matthias Flechtner hat zusammen mit den drei Klassenlehrern einen kleinen YouTube-Film gedreht, in denen sie den Ablauf erklären. Den privaten Link bekamen die Eltern dann per Mail und die Rückmeldungen seien durchaus positiv gewesen. Viele Eltern waren froh, dass es überhaupt eine Feier gibt.

„Wir haben einfach versucht, das Maximale aus der Situation rauszuholen“, sagt Matthias Flechtner. Er weiß, dass viele andere Grundschulen in Lünen die Situation ähnlich handhaben. Trotzdem gibt er persönlich zu: „Natürlich ist das ganze schon etwas skurril, drei Mal die gleiche Feier zu machen.“ Aber zu ändern sei das nun einmal nicht, schließlich sollen sich auch die diesjährigen Erstklässler gerne an ihren ersten Schultag erinnern.

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