Sebastian Münch ist Lünens neuer Jugendstaatsanwalt

Neuordnung nach Orten

Jugendliche und junge Erwachsene aus Lünen, die mit dem Gesetz in Konflikt kommen, lernen ab sofort Sebastian Münch kennen. Der 30-Jährige wird künftig als Jugendstaatsanwalt vor Ort arbeiten. Warum er jungen Straftätern beispielsweise verbieten kann, bestimmte Kneipen zu besuchen, erklären wir hier.

Lünen

, 20.08.2014, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sebastian Münch ist als Jugendstaatsanwalt künftig für Lünen zuständig.

Sebastian Münch ist als Jugendstaatsanwalt künftig für Lünen zuständig.

Jetzt hatten Mitarbeiter des Düsseldorfer Justizzentrums die Idee zur Neuregelung: "Der Gedanke bei der Neuregelung ist, dass der jeweils für den Ort zuständige Staatsanwalt ,seine‘ Stadt und die Gegebenheiten besser kennt und so auch einen guten Überblick hat“, erklärt Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang, für die Pressearbeit der Staatsanwaltschaft Dortmund zuständig. Zuständig sind die Jugendstaatsanwälte für Straftaten, die Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren und Heranwachsende von 18 bis 21 Jahren begehen. Der für den Ort zuständige Jugendstaatsanwalt könne das Umfeld des jungen Straftäters mit berücksichtigen – wo wohnt er, wo verbringt er seine Zeit?

„Der Erziehungsgedanke ist ganz wichtig, und so kann der Jugendstaatsanwalt beispielsweise eine Weisung aussprechen, dass der Jugendliche bestimmte Kneipen künftig meiden soll“, sagt die Oberstaatsanwältin Vogelsang. Man verspreche sich von der Neuregelung auch kürzere Wege vor Ort zwischen Staatsanwalt, Polizei und Jugendgerichtshilfe. Immer mit dem Gedanken, den Jugendlichen oder Heranwachsenden möglichst wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt