Sechs Jahre Haft für Spielhallen-Überfall in Lünen

23-Jähriger aus Bergkamen

Mit gerade mal 23 Jahren ist dieser Mann schon tiefer gesunken, als viele es überhaupt jemals erleben werden. Fünf lange Jahre hat er bereits im Gefängnis gesessen. Nach einer Serie von Raub- und Gewalttaten kommen nun weitere sechs dazu: Unter anderem geht ein Spielhallen-Überfall im Februar in Brambauer auf sein Konto.

DORTMUND/LÜNEN

25.09.2014, 15:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Spielhalle an der Königsheide in Brambauer hatte der 23-Jährige im Februar mit gezücktem Messer überfallen.

Diese Spielhalle an der Königsheide in Brambauer hatte der 23-Jährige im Februar mit gezücktem Messer überfallen.

Während der Freund die Angestellte unter Druck setzte und zur Herausgabe des Bargelds zwang, kümmerte sich der 23-Jährige um einen Spieler, der gerade einen der Automaten fütterte. „Dreh dich um und spiel schön weiter“, zischte er dem Mann zu. Der völlig verängstigte Zocker wagte daraufhin nicht mehr, seinen Blick zur Kassiererin zu wenden.

„Ich war aber so voll mit Alkohol, dass ich mich kaum noch erinnern kann“, sagte er bei einem Gerichtstermin in der vergangenen Woche. Ohnehin ziehen sich Alkohol und Drogen aller Art wie ein roter Faden durch sein verkorkstes Leben. Mit 14 Jahren fing der Junge an zu kiffen, später folgten Kokain, Speed und andere Rauschmittel.

Nun hat das Dortmunder Landgericht einen 23-jährigen Mann aus Bergkamen zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte hatte den Raubzug gestanden und außerdem zwei tätliche Angriffe auf Fahrgäste einer U-Bahn eingeräumt.

Weil die Richter die jahrelange Drogenabhängigkeit für das Hauptproblem des jungen Mannes halten, ordneten sie am Donnerstag neben der Haftstrafe seine Unterbringung in einer geschlossenen Entzugsklinik an. Trotz seines jungen Alters ist der Bergkamener bereits erheblich vorbestraft. 

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