Seepark Horstmar: Lüner CDU befragt Anwohner zur Zukunft des Freizeitgeländes

mlzFragebogen

Politik und Verwaltung haben sich in Lünen auf den Weg gemacht, ein Konzept für den Seepark Horstmar zu entwickeln. Dazu zählt auch eine Fragebogen-Aktion der Christdemokraten.

Horstmar

, 14.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn es um die Entwicklung und Gestaltung des Seeparks in Horstmar geht, will es die Lüner CDU ganz genau wissen. Deshalb haben die Christdemokraten einen Fragebogen an rund 2000 Anwohner verteilt beziehungsweise verschickt. Darin werden die Adressaten aufgefordert, unter anderem folgende Fragen zu beantworten:

  • Gibt es etwas, das Ihnen besonders gut oder überhaupt nicht am Seepark gefällt? Wenn ja, was?
  • Es wird diskutiert, den gesamten Seepark einzuzäunen, um die Sicherheit zu erhöhen. Wären Sie bereit, dann Eintritt für den Seepark zu zahlen?
  • Wenn der Seepark verändert würde: Wie wichtig wäre Ihnen auf einer Skala von 1 (sehr wichtig) bis 6 (völlig unwichtig):
  • eine attraktive Bepflanzung,
  • ein Trimm-Dich-Pfad,
  • eine Aufsicht/Sicherheitsdienst,
  • eine ausgewiesene Hundewiese,
  • Gastronomie,
  • eine gepflegte Toilettenanlage,
  • ein Veranstaltungsareal.

Zum Schluss des Fragebogens dürfen noch Wünsche für die Gestaltung des Seeparks geäußert worden.

CDU: Aktion stößt auf großes Interesse

Mit der Anfang dieses Jahres gestarteten Aktion ist Günther Koch zufrieden: „Der bisher gute Rücklauf des ausgefüllten Bogens in der Post zeigt uns, dass unsere Idee auf großes Interesse stößt“, sagte der Chef der Ortsunion Mitte-Ost am Montag (13.) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Aktion läuft noch bis Anfang Februar. Dann sollen die Bögen ausgewertet und, wie Koch sagt, „auf Basis dieses Meinungsbildes der Park weiter nach vorne gebracht werden“.

Die Ergebnisse wollen die Christdemokraten auch der von der Verwaltung Ende 2019 ins Leben gerufenen Seepark-Kommission, in der Günther Koch ebenfalls vertreten ist, zur Verfügung stellen.

Der Kommission gehören neben dem Technischen Beigeordneten Arnold Reeker und weiteren Mitarbeitern der Verwaltung Vertreter der Lüner Wirtschaftsförderung und Mitglieder des Rates sowie seiner Auschüsse an.

Wie bereits von unserer Redaktion berichtet, will sich die Seepark-Kommission ihrerseits Anfang März erstmals öffenlich zur Zukunft des Seeparks äußern. Unter anderem soll dann auch das Thema Wasserski-Anlage auf dem Horstmarer See zur Sprache kommen.

Stadt kauft Kiosk im Seepark

Einen möglicherweise ersten zukunftsweisenden Schritt bei der von der Verwaltung und Politik geplanten (Um-)Gestaltung des Seeparks dürfte der von der Stadt Anfang dieses Jahres vollzogene Kauf des Kiosks am Horstmarer See sein.

Für diesen Kiosk sucht die Stadt nicht nur einen Pächter, es gibt auch Gedankenspiele, die Anlage, in welcher Form auch immer, auszubauen. Nähere Angaben dazu macht die Stadt bisher keine.

Dass sich Politik und Verwaltung augenscheinlich so viele Gedanken um eine Aufwertung des Seeparks machen, kommt nicht von ungefähr. Denn vor allem an warmen Wochenenden geht es im und am Seepark Horstmar mitunter hoch her, nicht zuletzt zum Ärger der Anwohner. Das hat im Sommer 2019 auch dazu geführt, dass die Verwaltung ein generelles Grillverbot für die Anlage ausgesprochen hat.

Das Problem mit den Fördergeldern

Das Areal einzuzäunen und per Eintritt die Besucherzahl zu reduzieren, war bislang nicht möglich, weil der Park im Rahmen der Landesgartenschau 1996 entstand und dafür Fördergelder geflossen sind. Diese Gelder waren nach Angaben von Stadtsprecher Bendikt Spangardt zweckgebunden und zeitlich befristet, was wiederum dazu führte, dass der späteren Gestaltung des Areals Grenzen gesetzt waren.

Doch damit ist jetzt weitestgehend Schluss: „Wir sind gerade dabei zu überprüfen, welche Fristen es noch gibt und wann wir aus diesen Fristen entlassen sind.“ Im Kern gehe es darum, sagte der Stadtsprecher weiter, „den Handlungsspielraum für die Gestaltung des Seeparks abzustecken“.

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