So entwickeln sich die Lüner Einbruchszahlen bisher

Karte: Taten im November

„Da traut man sich ja gar nicht mehr aus dem Haus“, schreibt eine Facebook-Nutzerin. Es geht um eine Serie von Einbrüchen Anfang vergangener Woche. Aber ist die Situation wirklich schlimmer geworden?

Lünen

, 28.11.2017, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Einbruch Symbolbild

Einbruch Symbolbild © Foto: Bodo Marks / dpa

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Lange war es still geworden, nur vereinzelt suchte die Polizei noch nach Zeugen für Einbrüche. Damit einher gingen im Frühjahr und Sommer Meldungen der Polizei, die sich selbst dafür lobte, dass die Zahl der Straftaten immer weiter sinkt: „Die deutlich erhöhte Präsenz der Polizei im Stadtgebiet, die Einrichtung mehrerer Ermittlungskommissionen (…) dürften an dieser positiven Entwicklung zumindest mitgewirkt haben“, hieß es beispielsweise in einer Mitteilung der Polizei von Ende April.

Dann jedoch kam die dunkle Jahreszeit und die Meldungen wurden wieder mehr. Vom Niveau des Vorjahres sind die Zahlen allerdings weiterhin weit entfernt. Das zeigt der Blick auf die Statistiken. Stand Dienstag, 28. November, hat die Polizei für Lünen in diesem Monat 18 Einbrüche vermeldet.

Zahlen gehen zurück



Das ist keine offizielle Statistik, die gibt die Polizei erst deutlich später heraus, weil manche Fälle beispielsweise erst mit Verspätung angezeigt werden. Das gibt Gunnar Wortmann, Sprecher der Dortmunder Polizei, die auch für Lünen zuständig ist, zu bedenken. „Die Zahl zeigt aber dennoch einen Trend“, meint er. Denn im November 2016 seien es insgesamt 42 Einbrüche gewesen – also deutlich mehr als doppelt so viele. Im Oktober waren es 2016 23 Einbrüche, 2017 20. Und von Januar bis Oktober lag die Zahl 2017 bei 153 Einbrüchen, und damit ungefähr halb so hoch wie 2016 (305).

Mit den sinkenden Fallzahlen steigt übrigens gleichzeitig die Aufklärungsquote. Das hatte die Polizei Ende Oktober bekannt gegeben. Demnach stieg die Quote zwischen Januar und September 2017 auf über 32 Prozent. Im gleichen Zeitraum im Vorjahr hatte sie nur bei knapp 14 Prozent gelegen. Als Begründung hatte die Polizei die erfolgreiche Ermittlungsarbeit angegeben. Es sei nicht mehr nur um einzelne Taten gegangen, die Beamten seien gleich ganzen Banden dank intensiver Spurenauswertung auf die Schliche gekommen.

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