Ohne Stillsitzen und Predigt: Ein Besuch der Sommerkirche macht ein bisschen glücklicher

Ferien-Sommerkirche

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Die Evangelische Kirche lädt wieder zur „Sommerkirche“ ein. Die soll alle Besucher ein bisschen glücklicher machen. Der Weg dahin ist ungewöhnlich.

Lünen

, 12.07.2019, 13:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ohne Stillsitzen und Predigt: Ein Besuch der Sommerkirche macht ein bisschen glücklicher

Anja Bunkus und Udo Kytzia laden zu ungewöhnlichen Kirchenbesuchen im Sommer ein. © Britta Linnhoff

Die Evangelische Stadtkirche St. Georg lädt in den Sommerferien wieder zur Sommerkirche ein. Wer einen Abstecher in die Stadtkirche macht, den erwartet Ungewöhnliches. Premiere der Veranstaltung war im vergangenen Sommer. Pfarrer Udo Kytzia und Pfarrerin Anja Bunkus haben gute Erfahrungen damit gemacht. Besucher können einfach verweilen, lauschen, staunen, sich an Glücksmomente erinnern - und sie müssen dabei keinesfalls still in den Bänken verharren.

Es gibt gute Gründe, einmal einen Blick in die Stadtkirche zu werfen

Und es gibt auch in diesem Jahr gute Gründe, in den Sommerferien Zeit die Kirche zu betreten:

  • Die Tür ins Glück: Wer durch die aufgestellte Tür im Kirchenraum schreitet, der tritt in einen imaginären Raum, plötzlich verändert sich alles, Vogelgezwitscher umschwirrt die Besucher. Im Kopf entsteht Raum für ein bisschen Glück.
  • Die Ausstellung mit Bildern von Jürgen Evert: Sein Thema: „Glückserfahrungen“ und „Alltagsschönheiten“.
  • Die Sonntagsgottesdienste: Normal bleibt nur die Uhrzeit, 11 Uhr. Ansonsten sind die Gottesdienste anders als sonst, die Kirchenbänke stehen anders oder sind ganz verschwunden, und es gibt keine Predigt. Auch muss niemand stillsitzen.
  • Es gibt zahlreiche Installationen zum Mitmachen und Gestalten, Besucher können sich zum Beispiel in einem Bilderrahmen fotografieren.

Auf der Suche nach dem Glück

„Viele verbinden mit Kirche immer etwas Ernstes“, sagt Pfarrer Udo Kytzia. Dabei, so betont er, habe Kirche auch immer etwas mit Glück zu tun. Man erinnere sich immer zuerst an die weniger schönen Momente im Leben, sagt Kytzia, hier in der Stadtkirche will man den Besuchern nun helfen, sich an das eigenen Glück zu erinnern und ein bisschen Leichtigkeit zu spüren. Manchmal reicht dazu ein einfacher Blick: Es gibt ein riesiges Mobile, das Bärbel Sprzagala und Dorist Trost gebastelt haben.

Ohne Stillsitzen und Predigt: Ein Besuch der Sommerkirche macht ein bisschen glücklicher

Das riesige Mobile in der Stadtkirche, das Bärbel Sprzagala und Doris Trost gemacht haben. © Britta Linnhoff

Am Freitag, 19. Juli, spricht Klaus Papius in seinem Vortrag über „Glücksraum Vogelwelt“. Beginn ist um 19 Uhr in der Kirche.

Die Gottesdienste an den Sonntagen haben Themenschwerpunkte

Die Gottesdienste der Sommerkirche beginnen um 11 Uhr und haben verschiedene Themenschwerpunkte: 14. Juli, Thema: Leichtigkeit, mit Flötenmusik und Anja Bunkus; 21. Juli, Thema: Zufriedenheit mit Udo Kytzia und Violinenmusik; 28. Juli, Thema: Verbundenheit mit Michael Stache und Cellomusik; 11. August Thema: Schönheit mit Anja Bunkus und Oboemusik; am 18. August heißt das Thema Beharrlichkeit.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Evangelischen Stadtkirche.

Die Öffnungszeiten der Stadtkirche: montags bis freitags 10 bis 12 Uhr, dienstags bis freitags von 15 bis 17 Uhr, samstags von 11 bis 14 Uhr, sowie vor und nach den Gottesdiensten am Sonntag.
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