Sommerzeit: Nachbarstädte schmücken sich mit bunten Blumen - warum nicht auch Lünen?

mlzMeinung am Mittwoch

Sommerzeit – Blumenzeit. Leider nicht in Lünen. Auch nach dem Umbau zeigt sich die gute Stube Lünens und ihre Umgebung äußerst trist und farblos. Das könnte sich ändern. Mit einer Idee.

von Heinz Werner Kleine

Lünen

, 24.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Ob der Platz am südlichen Eingang der Fußgängerzone oder der Bereich am St.-Georg-Brunnen vor der Stadtkirche: keine Blumen, nur graue Betonblöcke, die mich nicht zum Verweilen einladen.

So sieht es fast in der gesamten Fußgängerzone aus. Keine Blumenampeln an den Laternen verschönern die Innenstadt. Gibt es dann doch irgendwo noch Beete, sind diese mit langweiligem Gras bepflanzt.

Pflanzschalen am Markt kommen kaum zur Geltung

Lediglich auf dem Marktplatz stehen einige Pflanzschalen, die aber irgendwie nicht richtig zur Geltung kommen. Der Europaplatz nebenan ist wieder Tristesse pur. Nur der neue Brunnen im Lippepark mit seinen Blumenbeeten zeigt etwas Farbe. Am Rathaus selber gibt es auch keine Blumenbeete mehr.

Sommerzeit: Nachbarstädte schmücken sich mit bunten Blumen - warum nicht auch Lünen?

Heinz Werner Kleine. © Quiring-Lategahn

Gastautor Heinz Werner Kleine (62) arbeitet als Chemielaborant und ist Kunstsammler.

Die Lippebrücke ist seit Jahren nackt und ungepflegt und der nördliche Bereich der Fußgängerzone ist auch nicht einladender geworden. Einige Gastronomen und Hoteliers versuchen die gute Stube etwas bunter zu machen wie z.B. das Brauhaus oder das Hotel zur Persiluhr. Danke dafür, doch der triste und farblose Gesamteindruck bleibt.

Plätze sind schmucklos geworden

Auch Plätze, wie etwa vor unserem schönen Theater oder am Hauptbahnhof, sind langweilig und schmucklos geworden. Von den Kreisverkehren ganz zu schweigen. Ein besonders ödes Beispiel ist der Kreisel in Lippholthausen.

Sollte nicht am Hauptbahnhof beginnend das Quartier Gartenstadt entstehen? Dann könnte man doch mit einem bunten freundlichen Bahnhofsvorplatz beginnen.

Nachbarstädte zeigen, wie es geht

Ein Blick in einige Nachbarstädte zeigt ein ganz anderes Bild. Werne empfängt mich mit prächtigen Blumenbeeten, großen Blumensäulen und Ampeln in der Innenstadt. In Unna und Holzwickede leuchten Blumenampeln an den Straßenlaternen und in Lüdinghausen sind die Kreisverkehre prächtig bepflanzt. Auch in Brambauer hängen an der Waltroper Straße Blumenampeln und verschönern so das Straßenbild.

Warum ist so etwas in Lünen nicht möglich ? Liegt es wieder an den Kosten, dann frage ich mich allerdings, wie unsere Nachbarstädte das hinkriegen.


Neue Sponsoring-Idee

Da kommt mir so eine Idee. Wenn nur jeder zehnte Lüner jeden Monat 1 Euro unter dem Motto „Lünen blüht auf“ spenden würde, käme in den nächsten zehn Jahren über 1 Million Euro zusammen. Wie viel bunter und einladender könnte sich unsere Stadt dann präsentieren. Okay.....Man(n) wird ja mal träumen dürfen!

An dieser Stelle schreiben jeden Mittwoch im Wechsel unsere Gastautoren. Es sind:
  • Kira Engel, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen
  • Maren Feldmann, Geschäftsführerin Küchen Schmidt
  • Marie Hirschberg, Studentin, ausgezeichnet mit dem Förderpreis Kultur der Stadt Lünen
  • Heinz Werner Kleine, Chemielaborant und Kunstsammler
  • Björn Schreiter, Architekt
  • Kevin Tigges, Studienreferendar und Akteur bei der „Abgedreht! Filmcrew“
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