Sparkasse rechtfertigt Schließung der Geldautomaten

Reaktion auf Kritik

Angesichts der Protestwelle gegen die Schließung der Geldautomaten in Selm-Cappenberg und Lünen-Gahmen ist der Vorstand der Sparkasse in die Offensive gegangen. „Wir haben Kostendruck, auf den wir reagieren müssen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Ulrich Fischer. Da seien die Geldautomaten nur ein Baustein. Ein anderer, deutlich größerer, sei Personalabbau.

LÜNEN

, 20.08.2014, 16:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Sparkasse Lünen/Selm schließt die Selbstbedienungs-Geschäftsstelle in Cappenberg. In dem Ortsteil gibt es dann keinen Geldautomaten mehr.

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Die Frage, „wie wir mit steigenden Kosten umgehen“, stand laut Fischer im Mittelpunkt eines intensiven Diskussionsprozesses zwischen Vorstand und Verwaltungsrat. In Abwägung aller denkbaren Maßnahmen habe man Prioritäten gesetzt: Danach soll weder bei den mit Personal besetzten Filialen gespart werden noch bei der Zahl der Auszubildenden. Auch wolle man weiterhin „gemeinwohlorientiert tätig sein“. Jochen Otto, Vorsitzender des Verwaltungsrates, sagte es so: „Wir wollen die Aktivitäten der Sparkasse im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich weiter durchführen.“

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„Es war keine isolierte Entscheidung, die Geldautomaten in Cappenberg und Gahmen zu schließen“, hob Vorstandschef Ulrich Fischer hervor. Er habe aber Verständnis für die Reaktionen vor Ort. „Bankenaufsichtsrechtlich“, sagte Fischer, käme auf die Sparkasse ab 2015 eine Mehrbelastung in Höhe von 500.000 bis 600.000 Euro zu „als Folge der Bankenkrise, die wir nicht verursacht haben.“ Die Tariferhöhung für die Beschäftigten schlage mit knapp 400.000 Euro im Jahr zu Buche.

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