SPD Lünen stellt Rats-KandidatInnen auf und beschließt Wahlprogramm

mlzKommunalwahl 2020

Ein Mammut-Programm absolvierte die Lüner SPD am Samstag (13.6.) vom Morgen bis zum frühen Nachmittag. Der Bürgermeister-Kandidat wurde bestätigt - dann gab es Diskussionen übers Wahlprogramm.

Lünen

, 13.06.2020, 14:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

88 Delegierte des Lüner SPD-Stadtverbands waren am Samstagmorgen, 13.6., vor Ort im Hansesaal. 85 davon gaben Rainer Schmeltzer nach seiner Rede erneut als Bürgermeister-Kandidaten ihre Stimme. Zwei Gegenstimmen gab es, dazu eine Enthaltung. Das ergab eine Zustimmung von 96,6 Prozent. Ähnlich hohe Werte gab es für die Kandidaten für den Stadtrat.

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Die Gesichter der SPD in den Wahlkreisen werden sein: Kevin Przygodda, Rüdiger Haag, Tristan Richter, Uwe Walter, Detlef Seiler, Wilhelm Kleimann, Martin Püschel, Manfred Kolodziejski, Barbara Utrata, Robin Wojtak, Daniel Wolski, Hans-Michael Haustein, Klaus Lamczick, Martina Meier, Nina Kotissek, Rüdiger Billeb, Martina Förster-Teutenberg, Britta Fehr-Günther, Hugo Becker, Ferhat Aydin, Frank Hugo, Steven Roch und Lydia Müller. Sie sind die Kandidaten der Sozialdemokraten für den Stadtrat.

Am Mittag dann der Programm-Parteitag

Nach der Wahlgebietskonferenz war vor dem Programm-Parteitag, den der Fraktionsvorsitzende Hans-Michael Haustein mit einer rund 15-minütigen Rede eröffnete. Seine Rede war ein Rück- und Ausblick, es ging auch um die Corona-Maßnahmen, Haustein bemängelte die fehlende Unterstützung der schwarz-gelben Landesregierung für Kommunen, forderte ein Verkehrskonzept und sprach über die Entwicklung der Steag-Fläche.

Im Rückblick sprach Haustein auch über die Derivat-Geschäfte der Stadt - und zwar ausschließlich positiv. Die 34 Millionen Euro, die der Stadt dadurch verloren gingen, sprach er nicht an - stattdessen betonte er, dass Derivat-Geschäfte viele Investitionen in beispielsweise Schulen überhaupt erst möglicht gemacht hätten.

Der Wahlkampf werde in diesem Jahr ansonsten wohl anders aussehen als sonst, man werde Möglichkeiten finden müssen, sich auch ohne große Veranstaltungen in der Stadt bekannt zu machen.

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Das Kommunalwahl-Programm wurde bei immerhin 60 Änderungsanträgen schließlich auch beschlossen. „Echt Lünen - Die Ganze Stadt im Blick“ heißt das Programm. „Die großen Themen unserer Stadt“ würden im Programm aufgegriffen, sagte Stadtverbands-Vorsitzender Norbert Janßen. Es geht unter anderem um Wirtschaft, Bildung, Sicherheit, Sport und Kultur.

Länger diskutiert wurde dabei unter anderem über das Thema Partnerstädte. Ein Antrag, einen Verein zur Gründung eines Partnerschaftsverein mit der israelischen Stadt Ashkelon im Wahlprogramm zu unterstützen, wurde abgelehnt - das kam den Verantwortlichen zu spontan. Inhaltliche Auseinandersetzungen gab es ansonsten kaum. Der Beschluss des Programmes wurde mit Applaus quittiert.

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