Stadt entschuldigt sich: Darum wurden Autofahrer von den Baustellen in Lünen überrascht

Kuriosität im Verkehr

Unangekündigte Baustellen waren am Montagmorgen (19.) Grund für ein Verkehrschaos und Autofahrerärger. Dafür entschuldigt sich die Stadt Lünen nun. Allerdings gibt es weiterhin Kurioses.

Nordlünen

, 20.08.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt entschuldigt sich: Darum wurden Autofahrer von den Baustellen in Lünen überrascht

Das Schild an der Cappenberger Straße wurde mittlerweile gewechselt. Bis Dienstagmorgen stand dort noch: frei bis Lidl. © Schulz-Gahmen

Montage sind für viele ohnehin schon nervig. Man kommt schlecht aus dem Bett, hetzt sich ab und plötzlich, so wie Montag (19.), gibt es auch noch eine Vollsperrung, eine halbseitige Sperrung oder beides auf dem Arbeitsweg.

Dazu kam noch, dass die betroffenen Straßen, die Cappenberger Straße und die Borker Straße, parallel in die Stadt führen. Das konnte Martin Grünewald überhaupt nicht nachvollziehen. Auch nicht, dass diese Baustellen nicht angekündigt wurden.

Stadt Lünen entschuldigt sich

Auf Nachfrage der Redaktion bei der Stadt Lünen konnte diese keine Angaben machen. Am späten Nachmittag kamen die Informationen über die besagten Baustellen. Ebenso eine Entschuldigung des Stadtsprechers Benedikt Spangardt: „Es tut uns sehr leid, die Informationen sind uns einfach durchgegangen“.

Von Straßen NRW gab es mittlerweile die Auskunft, dass man nichts mit den Baustellen zu tun hätte. Nach eigener Aussage von Peter Beiske, Medienbeauftragter von Straßen NRW am Montag (19.) sei die Cappenberger Straße, die L810, eine Landesstraße und somit sei auch Straßen NRW zuständig. Allerdings wäre in diesem Fall die Stadt Lünen zuständig, wie wiederum am Dienstag (20.), ebenfalls von Peter Beiske, erklärt wurde.

VKU schneller mit Infos als die Stadt

Eine weitere Kuriosität ist, dass die VKU im Gegensatz zu der Stadt Lünen und Straßen NRW von den Baustellen wusste. Sie gaben eine Umleitung der Buslinie R19 bekannt, die bis einschließlich Dienstag (20.) gelten sollte. Diese wurde bis Mittwochmorgen um acht Uhr verlängert. „Es besteht aber die Möglichkeit, dass es Folgeverlängerungen geben wird“, sagt Inga Fransson, Pressesprecherin der VKU.

Die VKU habe die Informationen über eine Sperrung von einem „Kollegen der Strecke“ bekommen, dieser erstellt Umleitungen und prüft Strecken vor Ort.

Die Baustellen sollten nach Angaben der Stadt bis einschließlich 28. August bestehen bleiben. Wusste die VKU mehr als alle anderen? Denn am Dienstagabend folgte eine Pressemeldung der Stadt: Die Baustelle an der Cappenberger Straße wird bereits Mittwochmorgen um 7.30 Uhr aufgehoben.

Kuriose Wegbeschreibung

Es bleibt unterhaltsam, denn auf der Cappenberger Straße stand seit Montagmorgen in Richtung der Aral Tankstelle ein Schild, das angab bis zu welcher Stelle man auf der Cappenberger Straße fahren kann. Dort war zu lesen: frei bis Lidl. Allerdings gibt es dort keinen Lidl, lediglich einen Rewe und einen Aldi. Der nächste Lidl wäre in der Schützenstraße. Dies scheint auch die Baufirma festgestellt zu haben. Sie hat das Schild ausgetauscht. Nun steht dort: frei bis Aldi.

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