Der Weihnachtsmarkt in der Lüner Innenstadt wird coronabedingt nicht wie auf diesem Archivbild stattfinden können. Einige Schausteller dürfen ihre Buden aber dennoch aufbauen. © Goldstein (A)
Schausteller

Stadt lost Schausteller für Lüner Innenstadt – für einen kommt das zu spät

Einige Schausteller dürfen in Lünen ab dem 2. Dezember wieder in der Innenstadt aufbauen. Mandelbrenner Kevin Schmidt hat lieber ein Angebot angenommen, das er nicht ausschlagen konnte.

Wegen der Corona-Pandemie gibt es in diesem Jahr in der Lüner Innenstadt keinen Weihnachtsmarkt. Ganz ohne weihnachtliches Flair soll es in der Fußgängerzone aber nicht zugehen. Wie die Stadt mitteilt, dürfen vom 2. bis 23. Dezember noch einmal Schaustellerinnen und Schausteller ihre Stände in der Fußgängerzone aufbauen.

„Nachdem wir gute Erfahrungen mit den Ständen in den Sommer- und Herbstmonaten in der Fußgängerzone gemacht haben, freuen wir uns, dass das jetzt wieder klappt“, sagt Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. Zehn Buden dürfen einen Platz in der Fußgängerzone einnehmen.

„Den Schaustellerinnen und Schaustellern wollen wir damit die Gelegenheit geben, etwas Geld zu verdienen und den Lünerinnen und Lünern wollen wir in diesen schwierigen Zeiten zumindest ein wenig weihnachtliches Flair in der Innenstadt bieten“, so Kleine-Frauns.

Los entscheidet über 10 Plätze in der Innenstadt

Insgesamt hatten sich 16 Schaustellerinnen und Schausteller für einen Standort in der Fußgängerzone beworben. Da aber nur zehn Plätze zur Verfügung stehen und Chancengleichheit gewährleistet sein sollte, musste gelost werden.

Für einen Bewerber kam das zu spät: Kevin Schmidt, dem Schmidts Knabberstübchen gehört. Der Lüner Mandelbrenner hat kurzfristig seine Pläne A und B verworfen – entweder in der Innenstadt stehen oder auf einem REWE-Parkplatz.

Stattdessen hat er Plan C verwirklicht. „Ich habe auf das Los verzichtet, weil kurzfristig das Angebot kam, bis Ende Dezember im Rombergpark zu stehen“, erklärt er. „Dann hat ein anderer Schausteller die Chance, Geld zu verdienen.“

Auf die Entscheidung der Stadt und das Losverfahren habe er nicht warten wollen – und auch von Rewe erhielt er keine Rückmeldung. Zudem hätte es sich nicht gelohnt, in Lünen zu stehen, wenn es noch Konkurrenz durch weitere Mandelverkaufsstände gibt. Das Angebot, im Rombergpark zu stehen, konnte er nicht ausschlagen. „Bevor ich komplett stillstehe, nehme ich das Angebot gern an.“

Am vergangenen Freitag hat Schmidt das Ganze beschlossen, am Samstag und Sonntag konnte er dann schon im Park verkaufen.

Das Knabberstübchen steht jetzt im Rombergpark statt in der Lüner Innenstadt.
Das Knabberstübchen steht jetzt im Rombergpark statt in der Lüner Innenstadt. © Schmidt © Schmidt

Süßwaren, Fahrgeschäft und Geschenke in Lünen

In Lünen traf sich Kleine-Frauns am Freitag (27.11.) mit Vertretern des Kulturbüros, um Lose zu ziehen. Um bei den Buden in der Innenstadt eine möglichst große Vielfalt anbieten zu können, wurden die Bewerber in Kategorien eingeteilt.

Süßwaren und ein Fahrgeschäft wird es ebenso geben wie Backwaren und Geschenkartikel. Die Stände sind montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Es gelten die üblichen Corona-Vorsichtsmaßnahmen.

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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