Stadtteil aufwerten

GAHMEN Strukturell den Stadtteil Gahmen aufzuwerten, sei die Aufgabe, vor der sich Stadt, Politik, aber auch die Teilnehmer der Stadtteilkonferenz für Kinder- und Jugendarbeit sehen. Dieses Ziel formulierte Jozef Bioly, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, in der jüngsten Stadtteilkonferenz Gahmen.

von Von Ludwig Overmann

, 29.09.2007, 07:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Siedlung am Hirtenweg.

Die Siedlung am Hirtenweg.

In der Kollwitz-Gesamtschule erinnerte er an das KNiS-Projekt, das nach dreijähriger Förderung auslief.

Die Innovationsagentur Stadtumbau NRW sammelte im Rahmen des "Zukunftsdialogs Infrastruktur" Informationen über die guten und die verbesserungswürdigen Aspekte des Stadtteils. Die Erfahrung der Netzwerker: Diejenigen, die Hilfe im Stadtteil nötig haben und für die ein Angebot eingerichtet werden soll, müssen dies an den ihnen bekannten Anlaufstellen vorfinden.

"Vertrauensbildung ist schwierig"

Pastor Volker Jeck brachte die Erfahrung in die Diskussion, dass der Stadtteil durch ein hohes Maß an Fluktuation gekennzeichnet sei, Vertrauensbildung sei schwierig, auch werde Verbindlichkeit gescheut. Aus seiner Sicht sind Sportangebote nicht die Antwort auf Gahmens Probleme. Er setze auf weitere Vernetzung und Gespräche; man müsse genauer hinsehen, um den Rückzug der Menschen in ihre Wohnungen zu vermeiden.

Schlechtes Image

Ogata-Leiterin Christiane Mai bestätigte das hohe Maß an Wegzügen: Die Ogata sei mit vielen Kinder - weit über 50 - gestartet, derzeit seien es 20 weniger. Wenn die Bezirksgrenzen für die Grundschulen 2008/2009 fallen, befürchte sie, dass die Kinder an anderen Schulen angemeldet würden und Gahmen ausbluten könnte. Christian Schäfer, Mitarbeiter des Bauvereins, und Maria-Theresia Strauch, Sozialarbeiterin der WBG, wiesen auf das schlechte Image des Stadtteils hin, das potentielle Mieter abschrecke.

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