Steag-Kraftwerk: Hagedorn beginnt offiziell mit dem Abriss der Gebäude

Rückbau

Nach dem Brand ist vor dem Abriss: Die Firma Hagedorn hat am Dienstag mitgeteilt, dass der Rückbau des Ex-Steag-Kraftwerkes nun offiziell beginnen wird. Dabei gibt es besondere Unterstützung.

Lünen

, 02.06.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Abrissbagger beginnen mit ihrer Arbeit am ehemaligen Steag-Kraftwerk.

Die Abrissbagger beginnen mit ihrer Arbeit am ehemaligen Steag-Kraftwerk. © Hagedorn

„Rund 80 Jahre nach Inbetriebnahme hat die Unternehmensgruppe Hagedorn heute offiziell mit dem Rückbau des ehemaligen Steag Steinkohlekraftwerks in Lünen begonnen“, teilte die neue Eigentümer-Firma am Dienstag (2.6.) mit.

Bis 2024 will Hagedorn rund 372.000 Quadratmeter Grundstücksfläche aufbereiten und vermarkten. Wie berichtet laufen bereits seit mehreren Monaten Entkernungsarbeiten in den Gebäuden, die zur „Wiege der Steag“ an der Moltkestraße gehören.

Ganz besondere Verstärkung wird es dafür im Spätherbst geben: „Dann wird Deutschlands größter Abbruchbagger auf dem Gelände eintreffen“, so die Firma weiter. „Der neue KMC1600S ist eine Spezialanfertigung für die Hagedorn-Gruppe.“ Schritt für Schritt sollen in den kommenden Monaten die Flächen rund um die Kesselhäuser und die bis zu 250 Meter hohen Schornsteine freigelegt werden. Die Sprengung dieser Gebäudeteile ist für das erste Halbjahr 2021 vorgesehen.

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Am Samstag (30.5.) war es in einer Lagerhalle des ehemaligen Kraftwerks zu einem Brand gekommen. „Durch die bereits seit mehreren Wochen laufenden vorbereitenden Arbeiten sind 95 Prozent der Brandlasten bereits ausgebaut, dadurch konnte ein größerer Brand verhindert werden“, erklärte Hagedorn. „Es ist niemand zu Schaden gekommen und die Rückbauarbeiten können wie geplant starten.“

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