Im Pastoralem Raum in Lünen werden Sternsinger in diesem Jahr nicht von Haus zu Haus laufen - stattdessen gibt es Briefe an die Familien. © Marie Rademacher
Sternsingeraktion 2021

Sternsinger schicken Briefe an Familien im Pastoralem Raum Lünen

Im Pastoralen Raum Lünen wurde lange überlegt, wie man die Sternsingeraktion in diesem Jahr stattfinden lassen kann. Jetzt steht fest: Die jeweiligen Familien bekommen bald Post.

Knapp 300.000 Jungen und Mädchen sind jährlich in ganz Deutschland als Sternsinger unterwegs – und etwa 20.000 davon jedes Jahr im Erzbistum Paderborn. Auch in Lünen, wo die Gemeinden südlich der Lippe zum Erzbistum Paderborn gehören, bringen die Sternsinger normalerweise den Segen von Haus zu Haus. Doch in diesem Jahr ist so eine Aktion wegen der Corona-Pandemie kaum denkbar.

„Wir haben uns deswegen schweren Herzens dazu entschieden, nicht mit Kindern zu den Haushalten unseres Gemeindegebietes zu gehen“, erzählt Gemeindereferentin Roswitha Mohrmann. Doch besonders wegen dem caritativen Teil der Sternsingeraktion – in diesem Jahr besonders an Kinder in der Ukraine zu spenden – wollte das Pastoralteam des Pastoralen Raums Lünen die Aktion nicht ganz ausfallen lassen.

Auch die Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Marien hatten kreative Ideen, wie sie den Sternsingersegen zu den Familien bringen können, ohne dabei zu den Menschen nach Hause zu kommen. Ähnliche Überlegungen gab es auch im Pastoralen Raum Lünen. „Dass wir die Aktion nicht traditionell machen können, damit sind wir natürlich nicht ganz glücklich“, berichtet Roswitha Mohrmann.

Briefe für Familien im Pastoralen Raum

Doch natürlich nehme die Gemeinde die aktuellen Coronaregeln sehr ernst. Deswegen standen anfangs viele verschiedene Möglichkeiten für Alternativen im Raum. „Die Aufgabe der Sternsinger ist es, den Menschen den Segen Gottes für das neue Jahr zu bringen und Spenden für notleidende Kinder in aller Welt zu sammeln.“ Und das wollen sie nun mit einer Briefaktion erreichen. Die lasse sich im Pastoralen Raum gut umsetzen.

So sehen die Segensaufkleber in diesem Jahr aus. © Roswitha Mohrmann © Roswitha Mohrmann

Denn in den vergangenen Jahren mussten sich die Familien im Pastoralen Raum immer anmelden, um den Sternsingersegen zu empfangen. „Sonst wären es bei uns einfach zu viele Haushalte gewesen“, so Mohrmann. Und genau diese Familien bekommen in diesem Jahr in der zweiten Dezemberwoche einen Brief.

Spendentüten für Kinder in der Ukraine

„Darin ist dann neben einem Anschreiben natürlich der aktuelle Aufkleber mit dem traditionellen Sternsinger-Segen“, so Mohrmann. Doch auch Informationen zur diesjährigen Spenden-Aktion für Kinder in der Ukraine, eine Spendentüte und eine Kontonummer der Gemeinde sollen in dem Brief an die jeweiligen Haushalte zu finden sein.

Zusätzlich würden aber dennoch in den Kirchen Segensaufklebe rund Segenstüten ausliegen. „Die Spendentüten können dann in unseren Pfarrbüros abgegeben oder nach der Messe in die Kollekten-Körbe gelegt werden“, berichtet Mohrmann weiter über die Aktion. So will die Gemeinde dazu beitragen, dass die traditionelle Sternsingeraktion in diesem Jahr nicht ersatzlos ausfällt.

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Ich liebe es, auch die unscheinbarsten Geschichten zum Leben zu erwecken – deswegen studiere ich Journalistik an der TU Dortmund und bin begeisterte Lokalreporterin, immer einer interessanten Geschichte auf der Spur.
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Viktoria Michelt

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