Straßensperrung ist für Lüner Gastronomen nach Corona ein weiterer Schlag

mlzRoggenmarkt

Die Nachricht, dass ein Teil des Roggenmarkts in Lünen für Pflasterarbeiten gesperrt werden muss, schlug bei den dort ansässigen Gastronomen ein wie eine Bombe. Die zweite nach Corona.

Lünen

, 27.05.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Pflasterarbeiten in der Innenstadt gehen weiter. Dazu wird als nächstes der Roggenmarkt gesperrt. Diese Nachricht traf die dort ansässigen Gastronomen bis ins Mark. „Das ist die zweite Katastrophe“, sagt Placido Galvagno am Mittwoch (27. Mai), Inhaber des Restaurants „da Dino“. Das steht genau auf der Ecke von „Kurze Straße“ und Roggenmarkt und ist daher eigentlich nur am Rande von der Sperrung betroffen. „Aber es ist trotzdem noch eine Geschäftsschädigung neben der Pandemie.“

Das Pflaster in der Straße Roggenmarkt gleicht einer Buckelpiste. Autos müssen langsam fahren, um in der ausgefahrenen Straße nicht aufzusetzen.

Das Restaurant da Dino wird zumindest von einer Seite noch erreichbar sein, doch Inhaber Placido Galvagno hält die Sanierung zum jetzigen Zeitpunkt für falsch. © Stephanie Tatenhorst

Aktuell würden die Kunden, die nach der corona-bedingten Schließung wieder kommen, auf der Terrasse sitzen wollen. Die Tische im Inneren des Lokals bleiben leer. „Mit der Baustelle weiß ich nicht, wie es wird“, sagt Galvagno und denkt dabei an den Staub und Lärm, der unweigerlich von der Baustelle kommen wird. Sollte das so arg werden, dass die Terrasse nicht nutzbar ist, sieht der Italiener in der Baumaßnahme eine Doppelschädigung. „Sowas muss doch nicht gerade jetzt sein.“

Immerhin wird das Restaurant „da Dino“ noch erreichbar sein. Unerreicht bleibt hingegen der Asia-Imbiss „Bambus“. Deren Betreiber wissen nicht, was sie dazu sagen sollen - bis ein Auto etwas schneller an der geöffneten Tür vorbeifährt und deutlich hörbar aufsetzt. „Die Straße sollte so bleiben, sonst rasen die hier durch - und hier spielen auch oft Kinder.“

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