Streit um das Bundeswehrdepot

CDU-Kritik

Die geplante Nutzung des ehemaligen Bundeswehrdepots in Bork wird zum politischen Zankapfel mit scharfen Tönen: Nach Ansicht der CDU-Ortsunion Altlünen sollte „ernsthaft geprüft werden, ob nicht ein Abwahlverfahren gegen den Bürgermeister eingeleitet wird.“

LÜNEN

von Von Peter Fiedler

, 16.11.2012, 15:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hier beginnt das Gelände des Technologiezentrums. im Hintergrund ist der ehemalige Parkplatz für Besucher der Bundeswehr zu erkennen.

Hier beginnt das Gelände des Technologiezentrums. im Hintergrund ist der ehemalige Parkplatz für Besucher der Bundeswehr zu erkennen.

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Das ehemalige Bundeswehrgelände

Ein Teil des früheren Bundeswehrgeländes wird bald neu genutzt. Hier Bilder vom Gelände.
09.11.2012
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Hier standen früher Fahrzeuge der Bundeswehr. Nun können hier Trailer für die Untersuchungen vorbereitet werden.© Foto: Theo Wolters
Eine Grenze zum Gelände der Polizei© Foto: Theo Wolters
Diese Halle bleibt bestehen, über die Nutzung ist noch nicht entschieden.© Foto: Theo Wolters
Dieser Asphaltbereich wird verbreitert. Entstehen wird eine Versuchsstrecke.© Foto: Theo Wolters
Diese Halle wird abgerissen. Sie steht am Rand zum Munagelände.© Foto: Theo Wolters
Hier war früher die Küche der Bundeswehr. Der Raum wird umgebaut.© Foto: Theo Wolters
Der ehemalige Mensabereich wird ein großer Schulungsraum werden .© Foto: Theo Wolters
Das ehemalige Mensagebäude wird umgebaut. Entstehen werden Schulungsräume. Einziehen wird auch die Verwaltung.© Foto: Theo Wolters
Der kleine Berg neben dem ehemaligen Mensagebäude wird zu einer Versuchsstrecke umgebaut.© Foto: Theo Wolters
In diesem Bereich beginnt das Gelände der Polizei.© Foto: Theo Wolters
Das Empfangsgebäude wird abgerissen. In diesem Bereich entsteht ein Kreisverkehr mit 90 Meter Durchmesser.© Foto: Theo Wolters
Dies war das Eingangstor zum Bundeswehrgelände.© Foto: Theo Wolters
Hier beginnt das Gelände des Technologiezentrums. im Hintergrund ist der ehemalige Parkplatz für Besucher der Bundeswehr zu erkennen.© Foto: Theo Wolters
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Die Christdemokraten werfen dem Bürgermeister vor, die Lüner Politik unzureichend zu beteiligen und ihr Informationen vorzuenthalten, was die Zukunft des ehemaligen Depots betrifft, dessen Gelände teils auf Lüner Stadtgebiet liegt und zeitweise auch für eine Forensik im Gespräch war. Dort soll ein „Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung“ entstehen. Ein Großprojekt, das vom Land und der EU mit 4,8 Millionen Euro gefördert wird.  Die CDU Altlünen mit Hans-Joachim Haake an der Spitze spricht von einer LKW-Teststrecke, mit bis zu 60 LKW-Bewegungen pro Stunde und Nachtbetrieb. Wirtschaftliche Vorteile für Lünen seien nicht erkennbar.  

 Auch nach Ansicht der CDU-Ratsfraktion kommen Lüner Belange bislang zu kurz. Ob sich auf der Fläche Lüner Entwicklungsperspektiven hätten ergeben können, sei „in den inzwischen immerhin drei Jahren der Vorbereitung nicht koordiniert worden“, bedauert Fraktionschefin Annette Droege-Middel. „Ein ungewöhnlicher Umgang mit der Planungshoheit der Stadt Lünen, die durch den Rat ausgeübt wird“, sagt CDU-Planungsexperte Arno Feller.  

 Die Kritik zielt auf Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick. Er müsse sich vorhalten lassen, gegen die Interessen der Stadt zu handeln, wenn er meine, die Fläche zur Nutzung durch ein auf Selmer Gebiet ansässiges Gewerbeunternehmen ohne Zustimmung des Rates freigeben zu können, erklärt die CDU Altlünen.  Stodollick äußerte am Freitag  „großes Unverständnis über den Ton, den Umgang und das Niveau.“ Sein Referent Frank Knoll erklärte, erst seit Mitte des Jahres gebe es die Förderzusage für das Projekt und es lägen noch keine schriftlichen Unterlagen von der federführenden Stadt Selm vor: „Sobald die Unterlagen da sind, prüft die Verwaltung planungsrechtliche und bauordnungsrechtliche Aspekte und gibt eine Beschlussempfehlung an den Stadtentwicklungsausschuss.“ Über die Baugenehmigung entscheide der Kreis Unna.  Knoll sagte, die Fraktionsspitze der Lüner CDU sei bereits im Februar 2012 über die Thematik informiert worden.

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