Sturmtief Niklas in Lünen "für Fußgänger gefährlich"

Markt abgebrochen

Umgestoßene Bauzäune, abgebrochene Äste, ausfallende Züge und Räumung der Markstände – Sturmtief Niklas fegte durch Lünen und sorgte für Chaos in der Stadt. Wir bieten einen Überblick über alle Einschränkungen des Tages.

LÜNEN

, 31.03.2015, 13:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Marktplatz ist durch den Sturm schwer beeinträchtigt.

Der Marktplatz ist durch den Sturm schwer beeinträchtigt.

Aktualisierung 15:06 Uhr:

Derweil hat die Eurobahn die generelle Sperrung der Bahnstrecke Dortmund-Münster wieder aufgehoben. Allerdings meldet sie: "Sollte die Sicherheit unserer Fahrgäste gefährdet sein, wird auch die eurobahn ihren Betrieb einstellen."

 

Aktualisierung 13:52 Uhr: 

Die Eurobahn zwischen Dortmund und Münster (Linie RB50) fährt nicht mehr. Das teilte das Unternehmen am Dienstagmittag mit. Schon vorher war der Verkehr nur eingeschränkt oder mit Verspätungen gelaufen.

 

Aktualisierung 12.58 Uhr:

Auch der Italienische Markt in der Innenstadt baute frühzeitig ab. „Bei diesem Wetter würde es für die Aussteller und für die Fußgänger gefährlich“, teilte Veranstalterin Nadia Unti mit. Eigentlich hätte der Markt, der seit Samstag seine Stände in der Innenstadt hat, bis Donnerstag, 2. April, bleiben sollen.

Kleinere Schäden verursachte der Sturm im Stadtgebiet durch abgebrochene Äste und losgelöste Dachpfannen, so die Feuerwehr. So sei an der Wilhelmstraße im Bereich der Dortmunder Straße am Morgen ein PKW durch einen herabgestürzten Ast beschädigt worden.

 

Ein weiteres Problem stellen Gegenstände, die vom Sturm umgestoßen wurden. So war zum Beispiel der Bauzaun am Hertie-Gebäude umgefallen und daraufhin durch Flatterband ersetzt worden, teilt Simone Kötter von der Stadt Lünen mit. Auch weitere Baustellen im Stadtgebiet wurden erneut abgesichert und verkehrssicher gemacht.

Umgefallene Mülltonnen erschweren die Arbeit der Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL). „Besonders geleerte Mülltonnen stellen ein Problem dar“, berichtet Thomas Möller, Abteilungsleiter Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Deshalb bittet er die Bürger um Mithilfe, die Mülltonnen auch in den nächsten Tagen nicht zu frühzeitig rauszustellen, jedoch zeitig wieder von der Straße wegzuräumen.  

Aktualisierung 12.41 Uhr:

Während die Deutsche Bahn den Regionalverkehr eingestellt hat, meldet die Eurobahn, dass ihre Züge inzwischen wieder normal fahren. Am Dienstagvormittag habe es allerdings auch hier Verspätungen gegeben.  

Erstmeldung:

"Bei dem Wetter ist es zu gefährlich. Ab sieben war schon kaum mehr einer da", erzählt Thomas Fränzer, Sprecher der Marktschicker. Er ist selbst mit seinem Obst- und Gemüsestand vor Ort. Die Ware sei zum Teil zu Bruch gegangen und Planen aufgeweht worden. So fehlen nicht nur die Stände, auch die Bürger scheinen wegen des Sturmtiefs fern zu bleiben.

Dabei war heute eigentlich eine besondere Aktion auf dem Markt geplant:  Ein Osterhase von der AWO Tagespflege Lünen sollte an diesem Tag eine Verteilaktion starten und Osterhasen an die Marktbesucher verteilen. "Wir vertagen die Aktion jetzt auf Donnerstag", teilt Fränzer mit. Dann wird die Verteilaktion in den Wochenmarkt integriert, der in dieser Woche von Freitag auf Donnerstag verschoben wird.

"Wir hoffen, dass sich das Wetter bis dahin beruhigt und auch wieder mehr Leute kommen", so Fränzer, "denn gerade die Woche vor Ostern ist für uns immer wichtig. Da können wir den Winter wieder wett machen."

Der Sturm Niklas zeigt im gesamten Kreis Unna Wirkung: „Die Rettungskräfte sind stark gefordert“, sagt Jens Bongers, Leiter der Rettungsleitstelle des Kreises. Vor allem mussten umgestürzte Bäume, große Äste und Dachziegel von Straßen und Wegen geräumt werden. Über 50 Einsätze managte die Kreisleitstelle allein am Dienstagvormittag zwischen 8 und 10.30 Uhr. „Der Schwerpunkt lag mit 15 Einsätzen eindeutig in Unna“, berichtet Bongers. Bis auf Bergkamen seien allerdings alle Städte und Gemeinden des Kreises betroffen gewesen.

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