Tafel-Mitarbeiter sehen keine andere Möglichkeit als die Schließung

Tafel in Gahmen

Die Ausgabestelle der Tafel in Lünen-Gahmen wird stark genutzt. Zwischen 60 und 70 Leute kommen jedes Mal. Doch jetzt muss die Ausgabestelle geschlossen werden.

Lünen

, 25.10.2020, 10:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der ehrenamtlichen Vorsitzenden der Tafel Ulrike Trümper und dem Lüner Ansprechtpartner Gerd-Peter Grundmann fiel die Entscheidung nicht leicht, die Ausgabestelle in Gahmen vorübergehend zu schließen.

Der ehrenamtlichen Vorsitzenden der Tafel Ulrike Trümper und dem Lüner Ansprechtpartner Gerd-Peter Grundmann fiel die Entscheidung nicht leicht, die Ausgabestelle in Gahmen vorübergehend zu schließen. © Rottgardt (Archiv)

Es tut uns sehr leid“, sagt Gerd-Peter Grundmann, Ansprechpartner für die Tafel Kreis Unna in Lünen. Aber derzeit sehe man keine andere Möglichkeit, als die Ausgabestelle der Tafel in Lünen zumindest vorübergebend zu schließen. „Wir hoffen, dass wir am 19. November wieder öffnen können“, so Grundmann.

Sicher ist das mit Blick auf die aktuellen Corona-Infektions-Zahlen bei weitem nicht. Denn die Pandemie trägt die Schuld daran, dass die Tafel-Ausgabestelle am Lindeneck ihren Betrieb auf jeden Fall für drei Wochen und somit am 29. Oktober, am 5. sowie am 12. November einstellen muss.

Tafel ist stark frequentiert, aber Schutz aller ist wichtig

Die Tafel-Stelle in Gahmen ist regelmäßig stark frequentiert, berichtet Grundmann. Zwischen 60 und 70 Kunden kämen jedes Mal. Schlangen waren in der Vergangenheit keine Seltenheit. Doch das ist in diesen Zeiten nicht akzeptabel. Die Wartenden stünden in Gruppen zusammen, Abstandsregeln würden nicht eingehalten werden können. Das ist die eine Seite der Medaille.

Die andere Seite betrifft die zu rund 95 Prozent ehrenamtlichen Helfer, die für die Ausgabe der Lebensmittel sorgen. „Das sind alles Rentner, und gehören damit zur Risikogruppe“, sagt Grundmann. Eine Fenster-Ausgabe, wie sie andersorts eingerichtet wurde, lässt die bauliche Situation in Gahmen nicht zu. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, betont Grundmann. „Doch nach Absprache mit Frau Trümper war sie nicht anders möglich.“

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