Tödlicher Unfall: Dortmunder (32) sprang in Lünen auf anfahrenden Zug

Am Hauptbahnhof

Weil er wohl einen Zug noch erreichen wollte, verunglückte ein Mann am Samstag (31.10.) im Bereich des Lüner Hauptbahnhofes tödlich. Das teilte am Montag (2.11.) die Bundespolizei mit.

Lünen

02.11.2020, 13:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf Gleisen unweit des Lüner Hauptbahnhofs starb am Samstag ein 32-Jähriger.

Auf Gleisen unweit des Lüner Hauptbahnhofs starb am Samstag ein 32-Jähriger. © Wüllner

Am Samstagmorgen (31. Oktober) sprang ein 32-jähriger Dortmunder in Lünen auf einen fahrenden Zug und verunglückte dabei tödlich.

Bereits gegen 11 Uhr am Samstag wurde die Bundespolizei von Zeugen über eine Person informiert, die im Lüner Hauptbahnhof auf einen anfahrenden Zug gesprungen sein soll. Kurz darauf verdichteten sich Meldungen, dass die Person wohl einen Unfall erlitten habe.

Rettungskräfte fanden daraufhin circa 200 Meter vor dem Lüner Hauptbahnhof einen verunglückten Mann, bei dem ein Notarzt nur noch den Tod feststellen konnte.

Abgerutscht und in die Gleise gestürzt

Wie Ermittlungen der Dortmunder Polizei und der Bundespolizei ergaben, handelt es sich um einen 32-jährigen Dortmunder. Der Mann soll auf die anfahrende Regionalbahn 51, auf die Puffer zwischen zwei Waggons gesprungen sein. Von dort rutschte er nach wenigen hundert Metern jedoch ab, stürzte in die Gleisanlagen und erlitt tödliche Verletzungen.

Bereits vor mehr als 30 Jahren hatte sich ein ähnlicher Unfall am Lüner Hauptbahnhof ereignet. Ein junger Mann versuchte ebenfalls, einen anfahrenden Zug zu erreichen und fiel beim Sprung ins Gleisbett. Er überlebte schwer verletzt.

Die Bundespolizei warnt nun vor den Gefahren des Bahnverkehrs und weist auf die Lebensgefahr im Gleisbereich hin. Solche Aktion bzw. das sogenannte S-Bahn-Surfen sind leichtsinnigen Aktionen und immer lebensgefährlich, so die Sprecher der Bundespolizei.

Tödliche Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie z. B. stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur aus.

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