Traditionsreiches Lüner Autohaus ist zum 1. Januar 2020 verkauft - so geht es weiter

mlzAutohäuser in Lünen

Die Automobilindustrie ist im Umbruch: Das bekommen natürlich auch die Vertragshändler vor Ort zu spüren. So wie Ford Rörentrop in Lünen, wo demnächst ein neuer Eigentümer das Sagen hat.

Lünen

, 08.11.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das traditionsreiche Lüner Autohaus Ford Rörentrop an der Kupferstraße ist verkauft: Neuer Eigentümer ist von Januar 2020 an die in Borken ansässige Ebber-Fischer-Gruppe, nach eigenen Angaben einer der größten Ford-Händler-Gruppen in Deutschland.

Wie Georg Dillhage, geschäftsführender Gesellschafter der Gruppe am Freitag (8.) im Gespräch mit unserer Redaktion sagte, stehe hinter der Gruppe der inhabergeführte Familienbetrieb Dillhage/Ebber. Dazu gehört das Autozentrum Ebber (Borken, Münster, Bocholt, Rees, Kleve) und das Autohaus Fischer (2 Mal in Münster).

Künftig sieben Standorte in NRW

Mit der Übernahme von Rörentrop zählt die Gruppe dann sieben Standorte im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Diese Übernahme soll nach Angaben von Dillhage ohne Kündigungen über die Bühne gehen: „Die 41 Mitarbeiter des Autohauses Rörentrop werden weiter beschäftigt.“ Der Firmenname Rörentrop bleibe erhalten.

Ob Frank Rörentrop, Chef des gleichnamigen Lüner Autohauses, der Ebber-Fischer-Gruppe nach dem Verkauf seines Betriebes erhalten bleibe, dazu machte Georg Dillhage am Freitag keine Angaben. „Das steht noch nicht fest. Dazu hat Herr Rörentrop noch keine Entscheidung getroffen.“

Rörentrop selbst war für unsere Redaktion am Freitag nicht zu erreichen.

Traditionsreiches Lüner Autohaus ist zum 1. Januar 2020 verkauft - so geht es weiter

Sind sich handelseinig (v.l.): Georg Dillhage und Frank Rörentrop. © Ebber-Fischer-Gruppe

Fehlender familiärer Nachfolger

In einer Mitteilung der Ebber-Fischer-Gruppe wird Frank Rörentrop wie folgt zitiert:

Die großen Veränderungen im Autohandel, die dazu notwendigen Investitionen sowie die fehlenden familiären Nachfolger haben uns dazu bewogen, eine für alle Seiten gute Lösung zu vereinbaren. Zu den Familien Ebber und Dillhage besteht seit vielen Jahren eine freundschaftliche Verbundenheit.

Zur Zukunft des Standortes Lünen wird Thomas Völzke, Geschäftsführer und Vertriebschef der Gruppe, so zitiert:

Unter dem Dach der Gruppe sollen zum einen Synergieeffekte zum Vorteil der Kunden genutzt, zum anderen aber die ‚regionale Verbundenheit‘ und der ‚persönliche Charme‘ des Autohauses Rörentrop weitergetragen werden.

6000 Fahrzeuge jährlich

Georg Dillhage erklärte auf Nachfrage, dass zunächst einmal Investitionen in die bauliche Substanz und das EDV-System am neuen Gruppen-Standort getätigt werden sollen.

Für die Ebber-Fischer-Gruppe arbeiten den Angaben zufolge 215 Mitarbeiter. Pro Jahr verkauft die Gruppe etwa 6000 Fahrzeuge bei einem Umsatz von 125 Millionen Euro.

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