Trianel-Kraftwerk in Lünen wird Betrieb doch viel früher wieder aufnehmen

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Wegen eines Schadens am Generator sollte das Trianel-Kraftwerk in Lünen eigentlich bis Ende Oktober 2020 vom Netz bleiben. Jetzt steht allerdings fest: Die Reparatur wird deutlich schneller gehen.

Lünen

, 26.06.2020, 20:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit einer Revision im Mai dieses Jahres steht fest: Das Trinael-Kohlekraftwerk in Lünen muss wegen eines Schadens am Generator erst mal vom Netz bleiben, hat die Produktion also eingestellt. Bis zum 31. Oktober, hatte es am Anfang geheißen.

Wie auf Anfrage der Redaktion jetzt bekannt wurde, dauern die Reparaturarbeiten wohl aber doch nicht so lange wie ursprünglich gedacht. Trianel-Sprecher Maik Hünefeld sagte, dass das Unternehmen damit rechnet, dass das Kraftwerk schon im August wieder Strom produzieren und ans Netz angeschlossen werden kann. Am 24. August, so der Plan, solle das geschehen.

Teil der Reparatur ist die Reinigung des Rotors vom Generator. „Der Rotor ist der bewegliche Teil im feststehenden Generatorgehäuse, der durch die Dampfturbinen des Kraftwerks angetrieben wird. Mittels Induktion wird im Generator die kinetische Energie in elektrische Energie umgewandelt“, erklärt Hünefeld. In einem Schwerlasttransport muss der Rotor - er ist 88 Tonnen schwer und 14,5 Meter lang - von Lünen aus nach Mülheim an der Ruhr transportiert werden.

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Eigentlich hatte das schon am Mittwochabend stattfinden sollen: Weil der Fahrer des beauftragten Logistikunternehmens aber seine Lenkzeiten überschritten hatte, wurde daraus nichts. Auch der nächste Versuch am Donnerstagabend schlug fehl: „Es gab noch Rückfragen zur Genehmigung, die am späten Abend nicht mehr geklärt werden konnten“, erklärt Maik Hünefeld. Auf der Streckenliste war wohl eine Brücke falsch eingezeichnet gewesen. Mit der Stadt konnte die Spedition Fragen dazu nicht mehr klären, der Transport konnte also wieder nicht starten. Für Freitagabend (26. Juni) ist der dritte Versuch angesetzt.

Zeitplan bringt das nicht wesentlich durcheinander

„Wir sind in der Sache natürlich auf die externen Dienstleister angewiesen“, sagt Maik Hünefeld. „Wir stellen ja eigentlich nur das Bauteil zur Verfügung, das transportiert werden muss.“

Den Zeitplan der Reparatur bringen die gescheiterten Versuche jetzt aber nicht wesentlich durcheinander, sagt der Pressesprecher. „Nein. Die paar Tage machen da nicht so viel aus“, erklärt er.

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