Trianel: Kraftwerk Lünen rechnet sich

LÜNEN Das Unternehmen Trianel steht unverändert zu seinen Kraftwerksplänen für Lünen und geht davon aus, dass der 750 Megawatt-Block im Stummhafen wie geplant errichtet werden kann.

von Von Peter Fiedler

, 31.01.2008, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das geplante Trianel-Kraftwerk.

Das geplante Trianel-Kraftwerk.

Das betonte Manfred Ungethüm, Geschäftsführer der Trianel Power Projektgesellschaft Kohlekraftwerk: "Wir sind absolut im grünen Bereich, das Kraftwerk rechnet sich." Mehrere Kraftwerksprojekte bundesweit sind wegen fehlender Wirtschaftlichkeit schon zu den Akten gelegt worden. Erst am Mittwoch gab der Evonik-Konzern bekannt, den Kraftwerksblock Herne 5 vorläufig nicht bauen zu wollen. Branchenkenner gehen davon aus, dass sich damit auch die Evonik-Pläne für einen weiteren Kraftwerksblock in Lünen vorerst erledigt haben.

Keine Kostenexplosion

Von der Kostenexplosion bei Kraftwerkskomponenten, die anderen Projekten die wirtschaftliche Grundlage entzogen haben, ist Trianel laut Manfred Ungethüm nicht betroffen: "Wir haben schon Ende 2006 Kraftwerks-Komponenten reserviert, zum Festpreis und ohne Gleitklausel." Wie hoch die aktuelle Investitionssumme für das Trianel-Kraftwerk im Stummhafen ist, wollte Ungethüm allerdings nicht sagen, nur soviel: "Zwischen den Summen bei Evonik und unseren liegen Welten."

Baubeschluss im Mai

Trianel will das Lüner Kraftwerk mit 29 Stadtwerken als Partnern bauen, darunter auch die Stadtwerke Lünen. "Wir wollen, wenn bis dahin die Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg vorliegt, im Mai den Baubeschluss fassen", betonte Ungethüm.

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