Trotz Corona-Krise: In Verkehrsschule werden Kinder auf dem Fahrrad fit

mlzViele Bilder

Um Kinder für den Straßenverkehr fit zu machen, findet in den Ferien wieder das Fahrradtraining in der Jugendverkehrsschule statt - in Corona-Zeiten allerdings etwas anders als sonst.

von Julian Beimdiecke

Lünen-Süd

, 30.06.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie oft das Fahrradtraining in der Jugendverkehrsschule in den Sommerferien schon stattgefunden hat - das konnten Polizei-Hauptkommissar und Verkehrssicherheitsberater Reiner Strehl gar nicht so ganz genau sagen. „Wir machen das Ganze aber ungefähr seit 30 Jahren“, so seine Schätzung. Sicher ist allerdings, dass die Aktion noch nie ausgefallen ist. Und genau deshalb war es ihm und seinen Mitstreitern von Polizei, Verkehrswacht und ADFC auch wichtig, dass junge Radfahrer trotz Corona-Krise wieder in der ersten und letzten Ferienwoche an ihren Fähigkeiten auf dem Rad feilen können. Denn die Radfahrausbildung an den Lüner Grundschulen war in Corona-Zeiten, wenn überhaupt, nur sehr abgespeckt möglich.

Einschränkungen gehören dazu

Dementsprechend glücklich waren Strehl und Co., als am Montag (29.6.) die ersten Kinder mit ihren Drahteseln auf das Gelände rollten - wenn auch mit Einschränkungen: „Wir müssen uns natürlich an die Auflagen im Hinblick auf Corona halten. Der größte Unterschied ist, dass wir deswegen nicht so viele Kinder auf das Gelände lassen dürfen wie sonst.“ Wo sonst pro Tag 60 bis 80 Kinder Fahrradfahren, sind es in diesem Jahr maximal 30. Daneben müssen die Abstandsregeln eingehalten werden und auch auf die Einhaltung der Hygienerichtlinien wird verstärkt geachtet, beispielsweise indem Desinfektionsmittel zur Verfügung steht. Anmeldungen waren nur vorab und online möglich.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Fahrradtraining in der Jugendverkehrsschule

Die Ferien nutzen Lüner Kinder zurzeit, um Sicherheit im Straßenverkehr zu gewinnen. Sie trainieren mit Polizisten in der Jugendverkehrsschule. Wegen der Corona-Krise können aber nur weniger Kinder teilnehmen.
29.06.2020
/
Weniger Kinder dürfen zurzeit in der Jugendverkehrsschule an der Bahnstraße das Radfahren trainieren. Auch hier heißt es Abstand halten.© Beimdiecke
Weniger Kinder dürfen zurzeit in der Jugendverkehrsschule an der Bahnstraße das Radfahren trainieren. Auch hier heißt es Abstand halten.© Beimdiecke
Weniger Kinder dürfen zurzeit in der Jugendverkehrsschule an der Bahnstraße das Radfahren trainieren. Auch hier heißt es Abstand halten.© Beimdiecke
Weniger Kinder dürfen zurzeit in der Jugendverkehrsschule an der Bahnstraße das Radfahren trainieren. Auch hier heißt es Abstand halten.© Beimdiecke
Weniger Kinder dürfen zurzeit in der Jugendverkehrsschule an der Bahnstraße das Radfahren trainieren. Auch hier heißt es Abstand halten.© Beimdiecke
Weniger Kinder dürfen zurzeit in der Jugendverkehrsschule an der Bahnstraße das Radfahren trainieren. Auch hier heißt es Abstand halten.© Beimdiecke
Weniger Kinder dürfen zurzeit in der Jugendverkehrsschule an der Bahnstraße das Radfahren trainieren. Auch hier heißt es Abstand halten.© Beimdiecke
Weniger Kinder dürfen zurzeit in der Jugendverkehrsschule an der Bahnstraße das Radfahren trainieren. Auch hier heißt es Abstand halten.© Beimdiecke

Inhaltlich hat sich allerdings nicht viel verändert: Wie in jedem Jahr können die Kinder in einem Parcours ihre motorischen Fähigkeiten auf dem Rad trainieren. Dabei müssen sie unter anderem einen engen Slalom bewältigen, über eine Wippe fahren und einen Tennisball von einem Pylon aufnehmen und ihn auf dem nächsten ablegen. Für die kleineren und die etwas unsicheren Radfahrer gibt es noch einen zweiten, etwas leichteren Slalom-Parcours. „Wir möchten, dass die Kinder hier ihre motorischen Fähigkeiten trainieren können, um als Fahrradfahrer sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können“, erklärte Strehl.

Herausfordernder Parcours

Eine, die begeistert dabei ist, ist Layan Sophie Isa. Auch die Neunjährige musste im vergangenen Schuljahr an der Overbergschule auf die Verkehrsausbildung verzichten - deswegen entschied sie sich gemeinsam mit Mama Fadia Isa, jetzt am Sommertraining teilzunehmen. „Mir macht es Spaß“, resümierte Layan Sophie - auch, wenn sie den Parcours teilweise schon recht herausfordernd fand.

Wer ebenfalls noch am Sommertraining der Jugendverkehrsschule teilnehmen möchte, kann auf der Homepage der Verkehrswacht Lünen vorbeischauen - ein paar Restplätze sind noch verfügbar.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt