Trotz Fahrverbot und Cannabis im Blut: Lüner setzt sich hinters Steuer und wird erwischt

Prozess am Amtsgericht

Vom Fahrverbot wollte er nichts gewusst, die Langzeit-Wirkung von Cannabis unterschätzt haben. Vor dem Lüner Amtsgericht half ihm das nicht.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 16.01.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trotz Fahrverbot und Cannabis im Blut: Lüner setzt sich hinters Steuer und wird erwischt

Reste von Cannabis hatte der Angeklagte im Blut. © la

Ein Fahrverbot konnte einen Lüner nicht davon abhalten, sich trotzdem hinter das Steuer zu setzen – und das mit Cannabis-Resten im Blut. Vor dem Amtsgericht versuchte es der 43-Jährige nun mit Ausreden. Von Erfolg war das nicht gekrönt.

Einen Monat Fahrverbot kassierte der Lüner, das trat Anfang 2019 in Kraft. Dennoch geriet er am Morgen des 11. Februar auf der Friedrichstraße in eine Kontrolle. Dabei stellte sich nicht nur heraus, dass er gar nicht hätten fahren dürfen. Auch kam ans Licht, dass er zuvor gekifft hatte.

Vom Fahrverbot nichts gewusst?

Fahren ohne Fahrerlaubnis wurde ihm nun im Prozess zur Last gelegt. Er betonte, die Langzeitwirkung des Cannabis unterschätzt und nichts von dem Fahrverbot gewusst zu haben. Als ihn Richter Ulrich Oehrle auf ein Schreiben vom 16. Januar 2019 hinwies, in dem ihm die Sanktion mitgeteilt wurde, berief sich der 43-Jährige darauf, das Ganze dann wohl nicht verstanden zu haben.

Und im gleichen Atemzug erklärte er: „Herr Richter, seit 26 Jahren habe ich den Führerschein und nie einen Unfall gebaut.“ Als er registrierte, dass auch das nicht fruchtete, verlegte er sich aufs Betteln: Er sei beruflich auf seinen Führerschein angewiesen. Der Lüner hatte Pech. Auch das konnte ihn nicht mehr retten: Er wurde zu 3200 Euro Geldstrafe und „neuen“ drei Monaten Fahrverbot verurteilt.

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