Trotz mehrerer Vorfälle: Kriminalität in Lünen in Corona-Zeiten weiter gering

Corona-Krise

Am Montagabend ein schwerer Raub - zweimal auf die selben Opfer. Am Dienstag ein Überfall auf einen 18-Jährigen und am Donnerstag ein Sturz beim Raubversuch: Nutzen Räuber die Corona-Zeit?

Lünen

, 11.04.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei registriert in Corona-Zeiten weniger Straßenkriminalität.

Die Polizei registriert in Corona-Zeiten weniger Straßenkriminalität. © dpa

Aufgrund des Kontaktverbots und der Aufforderung der Behörden, zuhause zu bleiben, ist auf den Straßen kaum etwas los. Nichtsdestotrotz vermeldete die Polizei in dieser Woche vier Mal Verbrechen, die von schwerem Raub über Raub zu Raubversuch reichten. Jedes Mal gab es Verletzte, einmal traf es zwei Opfer sogar zweimal, weil man den Tätern Stunden später wieder begegnet war. Nimmt die Gewalt in Lünen gerade zu?

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Die Pressestelle der Polizei in Dortmund verneint das vehement. „Die Kriminalität geht gerade den Bach runter“, formuliert es Pressesprecher Gunnar Wortmann sogar salopp. Laut Statistik gingen die Straftaten seit der Corona-Pandemie zurück. „Dass es jetzt drei Mal hintereinander einen Raub oder versuchten Raub gab, ist schlicht Zufall“, erklärt Wortmann, denn die Taten hätten zudem auch nichts miteinander zu tun.

Leere Straßen scheinen Täter nicht zu motivieren

Auch für die Kreispolizeibehörde Unna kann deren Pressesprecher Bernd Pentrup die Worte des Kollegen nur bestätigen. „Man hat manchmal so Häufungen wie Anfang des Jahres in Kamen, und dann hört das auch genauso plötzlich wieder auf.“

Dass weniger Menschen auf den Straßen seien und daher auch weniger potentielle Zeugen, scheint Straftäter daher nicht zu motivieren. Was derzeit zunehme, so Wortmann, sei der Online-Betrug.

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