Überfahrener Kater in Lünen: „Kadaver nach Chip zu untersuchen, das ist nicht zumutbar“

mlzÜberfahrene Tiere

Kater Loui wurde überfahren und entsorgt: Die Besitzer hätten sich gewünscht, dass sie darüber von den Wirtschaftsbetrieben Lünen (WBL) informiert worden wären. Schließlich war Loui gechipt.

Lünen

, 16.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie geht die Stadt Lünen eigentlich mit totgefahrenen Tieren um? Diese Frage stellten sich in den vergangenen Tagen neben einigen Lüner Tierfreunden nicht zuletzt Nicole, Amelie und Shirin Gringel.

Deren Kater war nämlich am Dienstagmorgen (12.) überfahren und kurze Zeit später von Mitarbeitern der Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) eingesammelt und zwecks Verwertung zu einer Spezialfirma auf das Remondis-Gelände an der Brunnenstraße gebracht worden. Zum Ärger der Familie Gringel.

Die hätte sich gewünscht, dass sie von WBL über das Schicksal des toten, gechipten Tieres informiert worden wäre. Und nicht wie geschehen, durch entsprechende Eigeninitiaitve davon erfuhr.

Dazu erklärte Stadtsprecher Benedikt Spangardt am Freitag (15.) im Gespräch mit unserer Redaktion:

Wenn ein Eigentümer vorhanden und auffindbar ist, ist WBL nach eigener Auskunft grundsätzlich daran interessiert, diesen zu finden. Bei angefahrenen oder überfahrenen Hunden ist das sogar manchmal möglich, wenn eine Hundemarke vorhanden und noch erkennbar ist.

In den meisten Fällen, sagte Spangardt weiter, sei die Ermittlung des Eigentümers aber schlichtweg zu aufwändig. Bei einer gechipten Katze beispielsweise sehe man den Chip von außen nicht. Man müsste ihn suchen, finden und dann auslesen lassen.

Stadtsprecher Spangardt:

Neben dem dafür notwendigen Aufwand kommt dazu, dass überfahrene Tierkadaver häufig in einem Zustand sind, bei dem man es den Mitarbeitern nicht zumuten möchte, den Kadaver auch noch nach einem Chip zu untersuchen.“

Wie Spangardt weiter sagte, beseitigten die Wirtschaftsbetriebe im Jahr etwa zwölf Tierkadaver, darunter nicht nur Katzen, sondern beispielsweise auch Wildtiere:

Meist geht eine Meldung von Bürgerinnen und Bürgern beim Ordnungsamt ein, das dann WBL mit der Beseitigung beauftragt. WBL wird dann möglichst schnell aktiv und entfernt den Tierkadaver.

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