Ulrike Schamoni: Film über ihren berühmten Vater

23. Kinofest

Der Film "Abschied von den Fröschen" ist ein spannendes Erbe eines ganz Großen des neuen deutschen Films. Fotografin Ulrike Schamoni setzt ihrem 1998 an Leukämie gestorbenen Vater, dem Filmemacher Ulrich Schamoni ein cineastisches Denkmal.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 12.11.2012, 20:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zu sehen ist der Film, der auf der deutschen Vorschlagsliste für die Oscar-Nominierung, stand, beim Kinofest Lünen am Freitag, 16. November, um 21 Uhr. Karten sind noch erhältlich.

170 Stunden Material Seit November 1996 begleitete Ulrike Schamoni, die damals in New York lebte, bei ihren Berlin-Besuchen ihren Vater bei seinen Filmtagebüchern. "Ich fand es spannend und gut, dass er es gemacht hat. Und das mit großer Energie trotz der Krankheit", erinnert sich Ulrike Schamoni.

170 Stunden Filmmaterial entstand bis zu Schamonis Tod. Die vielen Kassetten sichtete Ulrike Schamoni zusammen mit ihrer Stiefmutter.

Nach einiger Zeit entschied sich die Tochter, etwas aus dem Material zu machen. Zusammen mit ihrer guten Freundin, der Cutterin Grete Jentzen, arbeitete sie vier Jahre lang an dem Projekt. "Abschied von den Fröschen" feierte Premiere im vergangenen Herbst bei den renommierten Filmtagen von Hof. Dort sahen auch die Kinofestleiter Mike Wiedemann und Kathrin Bessert den Film.

Ein ambitioniertes Ziel Er ist das spannende Erbe eines für Deutschland sehr wichtigen Wegbereiters des neuen Films. "Es musste ihn spiegeln, Cineasten sollten sagen, das ist ein Schamoni", so die Ziele, die sich die Tochter gesetzt hatte. Sie könnte sich gut vorstellen, dass ihr Vater seine Arbeit heute als Internetblog veröffentlichen würde.

Ulrike Schamoni und Grete Jentzen präsentieren ihren Film beim Lüner Kinofest. Derzeit arbeitet Ulrike Schamoni daran, ihre Doku zusammen mit "Chapeau Claque", dem Film ihres Vaters von 1973, als Doppel-DVD herauszubringen.

Lesen Sie jetzt