Umstrittener Betonstreifen ist jetzt verschwunden

Viktoriastraße

Der umstrittene Betonstreifen auf der Viktoriastraße ist am Freitagmorgen entfernt worden – auf Anweisung des Bürgermeisters. Am Mittwoch hatte der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung im nichtöffentlichen Teil nach Stadtangaben eigentlich noch dagegen gestimmt. Die SPD kritisiert jetzt vor allem das Vorgehen der Verwaltungsspitze.

LÜNEN

, 14.04.2016, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Viktoriastraße am Freitagvormittag: Der umstrittene Betonstreifen ist schon verschwunden.

Die Viktoriastraße am Freitagvormittag: Der umstrittene Betonstreifen ist schon verschwunden.

Zum Hintergrund: Die Stadt hatte vergangenen Freitag in einer kurzen Meldung mitgeteilt, dass der Beton-Mittelstreifen entfernt werden soll. „Das hat der Verwaltungsvorstand beschlossen“, hieß es dort. Am Donnerstag ließ Kleine-Frauns dazu schriftlich ergänzen: „Wenn es um die Abwehr von konkreten Gefahren geht, bin ich als Bürgermeister in der Pflicht, unverzüglich zu handeln.“ Der Mittelstreifen war ursprünglich gebaut worden, um das unerlaubte Linksabbiegen von der Viktoriastraße auf den Rewe-Parkplatz und vice versa zu verhindern.

Wegen des Mittelstreifens können Autofahrer aber auch nicht mehr ausweichen, wenn etwa ein Rettungswagen (RTW) über die Viktoriastraße zum Einsatzort fährt.

Eine solche Situation habe es etwa am 20. Juli vergangenen Jahres gegeben, berichtete Rainer Ashoff, Leiter der Berufsfeuerwehr Lünen, im Ausschuss. „Der RTW steckte fest, kam nicht mehr vor und zurück“, erklärte er.

SPD-Ausschussmitglied irritiert über Vorgehen

Trotz aller Sicherheitsbedenken zeigte sich SPD-Ausschussmitglied Rüdiger Billeb irritiert über das Verhalten der Verwaltung. Er sieht in dem Vorgehen „eine Diskriminierung und Missachtung des Ausschusses und der ehrenamtlichen Politik, wie es in einer SPD-Stellungnahme hieß. Kleine-Frauns teilte mit, dass die Verwaltung bereits an Alternativen arbeite, die in der nächsten Sitzung des Ausschusses besprochen werden könnten. „Bei Gefahr im Verzug können wir nicht warten, bis Alternativen diskutiert und beschlossen sind“, sagt Kleine-Frauns weiter.

Bei dem Fall im vergangenen Juli hätten die Retter rechtzeitig reagiert und einen weiteren RTW bestellt, erklärte Ashoff am Donnerstag auf Anfrage. Der Ersatzwagen habe die Viktoriastraße umfahren – der Vorfall blieb also ohne Folgen. Trotzdem sei die Stelle für die Feuerwehr problematisch,

Zur Entfernung des Betonstreifens ist ab Freitagmorgen ab 5 Uhr laut Stadt eine Vollsperrung der Viktoriastraße ab Kreishaus bis zum Leezenpatt notwendig. Umleitungen werden eingerichtet und sind entsprechend ausgeschildert. Die Bauarbeiten sollen gegen 15 Uhr beendet sein.

 

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