Das Team der Firma Hartmann in Aktion. © Hartmann
Coronavirus

Umzug im Schutzanzug: Lüner Unternehmer über Umzüge während Corona

Der Umzug war von langer Hand geplant und dann kam die Krise - sind alle Pläne dahin? Der Lüner Umzugsunternehmer Günter Hartmann weiß: Auch im Lockdown ist ein Umzug nicht unmöglich.

Die Wohnung ist gekündigt, das gute Geschirr schon im Karton. Alles ist vorbereitet – wenn da nicht die zweite Welle wäre. Jeder weiß aus Erfahrung, dass ein Umzug ein Durcheinander sein kann. Fleißige Helfer, die sich im Hausflur aneinander vorbeiquetschen und lange Autofahrten. Ein Unding in der Corona-Krise. Muss der Umzug platzen?

Die Antwort vorweg – nein, muss er nicht. So lange die Beteiligten sich an die Abstands- und Hygienemaßnahmen halten, ist alles kein Problem. Außerdem dürfen die Helfer nur zu maximal zehn Personen aus zwei Haushalten antreten. Wem das zu wenig ist, der kann ein Umzugsunternehmen beauftragen.

Auf die Frage, ob er nun vermehrt Aufträge erhalte, sagt Unternehmer Günter Hartmann: „Vereinzelt gibt es schon Aufträge, bei denen die Leute sich nicht auf die Bekannten verlassen wollen. Im Großen und Ganzen ist es aber gleich geblieben.“

Während der Krise ist vieles gleich geblieben

Überhaupt sei für das Unternehmen während der Krise vieles gleich geblieben. Einen Einbruch, wie ihn viele andere Branchen erleben, konnte Hartmann bisher nicht verzeichnen. „Umzugsprojekte sind ja meistens länger geplant, dadurch haben wir das gleiche Auftragsniveau wie sonst auch.“

Was sich allerdings geändert hat, ist der Arbeitsablauf des Unternehmens. Denn auch hier gelten strenge Regeln, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Das fängt schon an, wenn der Auftrag neu reinkommt. „Normalerweise fahren wir raus zu den Kunden und schauen uns vor Ort alles einmal an, um uns ein Bild zu machen. Stattdessen machen wir das jetzt, wo möglich, online – über Listen und Foto-Dokumentationen“, sagt Hartmann.

Da, wo eine „Besichtigung“ online nicht möglich ist, wird auch ein Termin vor Ort vereinbart – aber nur im Ausnahmefall und unter strengen Bestimmungen. „Wir wollen den Kontakt möglichst kurz halten und das weitere Vorgehen dann telefonisch besprechen. Sind wir vor Ort, werden vor und nach dem Zutritt die Hände desinfiziert und wir bitten die Kunden, immer Abstand zu halten.“

Umzugskolonnen ziehen getaktet los

Damit auch innerhalb der Firma das Infektionsrisiko gering ist, werden die Umzugskolonnen getaktet losgeschickt. Während des Umzugs bespricht sich nur ein Mitarbeiter mit den Kunden, damit möglichst wenig Kontakt herrscht. „Während der Arbeit wird die ganze Zeit gelüftet und alle tragen einen Mund-Nasen-Schutz. Die Hände werden regelmäßig desinfiziert. Wenn wir Aufträge in Seniorenheimen haben, tragen wir auch mal einen Schutzanzug. Das ist aber von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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