Umzug in Lünen-Süd: Mehr Polizisten im Einsatz

Sicherheit im Karneval

Der Karnevalsumzug in Lünen-Süd wird in diesem Jahr von mehr Polizisten begleitet als bisher. Wenn am Samstag 15 Karnevalswagen mit Fußtruppen durch die Stadt ziehen, werden Polizisten sowohl offen als auch verdeckt für die Sicherheit der Narren im Einsatz sein. Auch an die Sensibilität der Bürger wird appelliert.

LÜNEN-SÜD

, 02.02.2016, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei will beim diesjährigen Karnevalsumzug in Lünen-Süd, hier ein Archivbild aus Köln, verstärkt auftreten.

Die Polizei will beim diesjährigen Karnevalsumzug in Lünen-Süd, hier ein Archivbild aus Köln, verstärkt auftreten.

Nach den Übergriffen in Köln verstärkt die Polizei ihre Präsenz beim Karnevalsumzug in Lünen-Süd. „Wir bereiten uns intensiv darauf vor“, erklärte eine Sprecherin. Sowohl offen als auch verdeckt seien Beamte am Samstag, 6. Februar, vor Ort. Ab 14.11 Uhr ziehen 15 Wagen und 15 Fußtruppen durch Lünen-Süd. Tausende Besucher in farbenprächtigen Kostümen genießen traditionell das närrische Treiben im Stadtteil.

Keine Urlaubssperre für Polizeibeamte

Die Sicherheit der Bürger habe höchste Priorität, heißt es aus dem Polizeipräsidium Dortmund. „Unser Augenmerk richten wir auf Örtlichkeiten, an denen verdächtige Personengruppen in Erscheinung treten“. Gegen Straftäter werde die Polizei niederschwellig und konsequent vorgehen. 

„Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft und Nationalität, ein fröhliches und unbeschwertes Karnevalsfest erleben können!“, begründet Polizeipräsident Gregor Lange die Einsatzmaßnahmen. Eine Urlaubssperre, wie etwa in Köln, werde es für die hiesige Polizei über Karneval aber nicht geben.

Bewährtes Sicherheitskonzept

Die Stadt Lünen sieht keine Anhaltspunkte, von dem bewährten Sicherheitskonzept abzuweichen, erklärte auf Anfrage Stadtsprecherin Simone Kötter. Sie kündigte an, dass Kräfte der Polizei, der Ordnungsbehörde sowie der Verkehrslenkung und -überwachung vor Ort präsent seien.

Polizisten direkt auf der Straße ansprechen

Die Polizei erinnert noch einmal daran – wie bei jeder Großveranstaltung – Taschendiebe im Blick zu haben. Karnevalisten sollten nur das Nötigste an Wertsachen mitnehmen und sie nahe am Körper tragen. Es wird empfohlen, in der Menge auf ungewollten Körperkontakt zu achten. Die Polizei bittet die Bürger, sie frühzeitig darüber zu informieren, wenn sie Verdächtiges wahrnehmen. „Scheuen Sie sich nicht den Notruf „110“ zu wählen oder die Polizeibeamten auf der Straße direkt anzusprechen, wenn Sie Hilfe brauchen oder jemanden sehen, der Hilfe benötigt!“, heißt es in einer Mitteilung.

Die Polizei setzt auf die Sensibilität der Bürger: Spielzeugwaffen, die echten täuschend ähnlich sehen, sollten die Jecken besser zu Hause lassen.

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