Umzug und Schließung in Lünens Kneipenszene

Die "Destille"

Bewegung in Lünens Kneipen- und Gastro-Szene: Die "Destille" zieht weg vom Roggenmarkt. Unterdessen wird ein Restaurant in der Innenstadt vergrößert und ein altbekanntes Gesicht verschwindet aus Lünens Kneipenlandschaft.

LÜNEN

, 11.04.2016, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Ivo“ Podrebarac zieht mit der Destille um. Das Konzept ändert sich nicht.

„Ivo“ Podrebarac zieht mit der Destille um. Das Konzept ändert sich nicht.

1992 nahm die „Destille“ den Betrieb am Roggenmarkt auf – am 30. April dieses Jahres schließt die traditionsreiche Gaststätte nach 24 Jahren in der Lüner City ihre Pforten. Was aber nicht heißt, dass die Destille endgültig aus dem Stadtbild verschwindet.

Sie zieht um ins Wirtshaus Wölk an der Cappenberger Straße. Dort, wo jetzt noch die Gaststätte „Bei Norbert“ anzutreffen ist, bezieht von Mai an die Destille ihr Quartier. Die Eröffnungsfeier am neuen Standort ist für Freitag, 13. Mai, geplant.

"Ivo" bleibt seinem Konzept treu

Vorher will Destille-Inhaber „Ivo“ Podrebarac (60) seine „neuen Räumlichkeiten noch ein bisschen aufhübschen“. Am bewährten Destille-Konzept mit frisch gezapften Bier und kleinen Speisen wie Frikadellen will er nichts ändern. Ganz freiwillig räumt der Wirt mit 30-jähriger Gastronomieerfahrung das Feld am Roggenmarkt nicht.

Ihm wurde vom Hauseigentümer, der Familie Tzes, gekündigt. Die betreibt das griechische Spezialitätenrestaurant „Irodion“ direkt neben der Destille. Wie Thorsten Lachmann, Verkaufsleiter bei Getränke Gefromm, sagte, wolle die Familie Tzes ihr Restaurant mit 80 Sitzplätzen um weitere 40 bis 60 Plätze erweitern.

Die Umbauarbeiten sollen, sagte Lachmann weiter, im Sommer stattfinden, die Neueröffnung könne dann nach den Sommerferien Ende August stattfinden. Die Familie Tzes war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Warum an die Cappenberger Straße?

Dass die Destille künftig an der Cappenberger Straße 26 firmiert hängt damit zusammen, dass Norbert Scholtyszek (63) Ende April in den Ruhestand geht. Seine Gaststätte „Bei Norbert“ schließt, "Ivo" Podrebarac übernimmt die Räume.

Das Kneipengeschäft ist nach Angaben von Gefromm-Verkaufsleiter Thorsten Lachmann in den vergangenen Jahren immer härter geworden. In der Lüner City gebe es nur noch zwei klassische Eckkneipen, sagte Lachann. Die Zahl gastronomischer Betriebe auf Lüner Stadtgebiet bezifferte der Experte auf „unter 100“.

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