Unruhestörer und Müll: Zaun um Lüner Schule könnte helfen

mlzProbleme mit Jugendlichen

Zerbrochene Flaschen und unerwünschte nächtliche Besucher: Mit diesen Problemen hat eine Lüner Schule immer wieder auf ihrem Schulhof zu kämpfen. Ein Zaun könnte die Lösung sein.

Lünen

, 14.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast jeden Montag muss der Hausmeister der Schule Partyreste wegräumen, die Jugendliche auf dem vorderen Schulhof zurückgelassen haben. Schulleiter Heinrich Kröger und sein Stellvertreter Wilhelm Böhm beobachten das Problem auf dem Schulhof des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums schon länger.

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Wilhelm Böhm erklärt, dass selbst bei schlechtem Wetter am nächsten Morgen leere Bierflaschen zu finden sind: „Das hängt auch mit dem Bau zusammen. Wir haben im Eingangsbereich ein Vordach, das ist natürlich verlockend, auch bei schlechtem Wetter.“ Für Schulleiter Kröger könnte ein Zaun zum vorderen Schulhof eine Lösung sein: „In Gesprächen der Stadt wurde über die Möglichkeit gesprochen.“

Der Schulhof des FSG biete viele Sitzgelegenheiten für seine Schüler. Diese werden in den Abendstunden und am Wochenende aber auch vom Partyvolk benutzt.

Der Schulhof des FSG biete viele Sitzgelegenheiten für seine Schüler. Diese werden in den Abendstunden und am Wochenende aber auch vom Partyvolk benutzt. © Nora Varga

Auch die Polizei ist sich der problematischen Situation an der Schule bewusst. Nina Kupferschmidt, Sprecherin der Polizei Dortmund erklärt schriftlich: „Diese Ansammlungen sind kein aktuell entstandenes Problem, sondern häufen sich jedes Jahr vor allem in den warmen Monaten, etwa von April bis August. In dieser Zeit wurden an der Örtlichkeit in diesem Jahr zwölf Einsätze durch Anrufe von Bürgern veranlasst.“ Es habe allerdings keine Anzeigen gegeben, da die Jugendlichen den Anweisungen der Beamten immer Folge geleistet hätten.

Mehr Party durch Corona

Durch Corona könnte sich die Lage in den Augen der Polizei verschlimmert haben. Nina Kupferschmidt: „Die Häufungen der Ansammlungen von Jugendlichen kann vermutlich auch auf die Corona-Schutzmaßnahmen zurückgeführt werden. Unserer Einschätzung nach gab es in dieser Zeit vermehrte Einsätze mit Jugendlichen an verschiedenen Orten, die sich, so auch wie in diesen Fällen, getroffen und teils nicht an die Corona-Schutzverordnung gehalten oder Ruhestörungen verursacht haben.“

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Das Schulleiterteam um Heinrich Kröger und Wilhelm Böhm und die Stadt Lünen sitzen bereits an einem Tisch, um eine Lösung für das Problem zu finden. Der Pressesprecher der Stadt, Alexander Dziedeck, zu den Gesprächen: „Dabei ist auch erörtert worden, ob ein Zaun sinnvoll ist.“ Die Stadt hole bereits Angebote ein und überprüfe Konflikte mit dem Denkmalschutz. Der spätexpressionistische Altbau des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums steht unter Denkmalschutz. Wann ein Zaun gebaut werden könnte, könne die Stadt noch nicht sagen.

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Von anderen Schulen seinen der Stadt solche Probleme nicht bekannt. Alexander Dziedeck: „Vergleichbare Vorfälle wie am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium sind uns von anderen Schulen in Lünen nicht bekannt. Darüber hinaus gibt es aus unterschiedlichen Gründen an mehreren Lüner Schulen bereits Zäune.“

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