Unseriöse Geschäfte mit angeblichem Verbraucherschutz

LÜNEN Höchste Wachsamkeit ist angebracht, wenn Anbieter sich den guten Ruf der Verbraucherzentralen zunutze machen und unter solchen Namen wie "Verbraucherschutzservice" oder "Verbraucherschutz Deutschland" ihre Dienste anbieten. Darauf weist Jutta Gülzow von der Verbraucherzentrale hin.

29.01.2008, 19:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jutta Gülzow von der Verbraucherzentrale in Lünen.

Jutta Gülzow von der Verbraucherzentrale in Lünen.

Tatsächlich zocken die vermeintlichen "Verbraucherschützer" arglose Privatleute ab - und zwar oftmals mit der gleichen Masche, gegen die sie scheinbar vorgehen wollen.

Bei der Verbraucherzentrale NRW häufen sich zurzeit Beschwerden über ungebetene Anrufer, die überrumpelten Verbrauchern einen dauerhaften Schutz vor lästigen Telefonanrufen andienen - gegen ein saftiges Entgelt, versteht sich. "Mit einem unverlangten Anruf verstoßen dreiste Dienstleister selbst gegen das Verbot der unlauteren Telefonwerbung", erklärt Jutta Gülzow von der Verbraucherzentrale NRW in Lünen. Sie warnt eindringlich davor, auf die Gaunerei hereinzufallen und persönliche Kontoverbindungen für Abbuchungen an die vermeintlichen "Verbraucherschützer" weiterzugeben.

Unerwünschte Anrufe  sind verboten

"Unerwünschte Anrufe für gewerbliche Zwecke bei Privatleuten sind verboten, auch unter dem Deckmantel Verbraucherschutz", weist die Verbraucherzentrale NRW jegliche Verbindung zur eigenen Arbeit zurück. Durch die Verwendung von ähnlich klingenden Namen glauben viele Betroffene, sie hätten es bei einem Anruf oder Schreiben von Firmen mit einer seriösen Interessenvertretung zu tun.

Doch versprochen wird vielfach nur, Beschwerden über belästigende Telefonate an die zuständige Verbraucherzentrale weiterzuleiten und für einen Eintrag in kostenlos zugängliche Werbesperrlisten - wie etwa in die Robinsonliste - zu sorgen. "Beides sind jedoch Dinge, die jedem offen stehen und für die man Verbraucher nicht extra zur Kasse bitten muss", so Jutta Gülzow. Zahlreichen Verbrauchern flattert die Bestätigung über eine Mitgliedschaft ins Haus, ohne vorher Kontakt mit dem dubiosen Dienstleister gehabt zu haben. Seltsamerweise sind persönliche Bankverbindungen auf den Schreiben oft angegeben.

Betrag wieder gutschreiben lassen

Wurden vom Konto unberechtigt Mitgliedsbeiträge bzw. Service-Entgelte abgebucht, sollten Betroffene den Betrag von ihrer Bank umgehend wieder gutschreiben lassen. Bei Ärger mit vermeintlichen Verbraucherdiensten ist die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Lünen, Kirchstraße 12, tatsächlich die richtige Adresse, um gegen unseriöse Machenschaften vorzugehen. Vorausgesetzt Name des Anbieters und dessen Anschrift liegen vor.

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