Unterschrift im Dezember? Hagedorn-Gruppe bestätigt Kaufinteresse an Lüner Steag-Fläche

mlzEhemaliges Kraftwerk

Die Gütersloher Hagedorn-Gruppe kennt sich mit der Sanierung von Industriebrachen aus. Jüngstes Beispiel ist das „Kraftwerk Knepper“ in Castrop-Rauxel. Ist jetzt die Steag an der Reihe?

Lünen

, 22.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gütersloher Hagedorn-Gruppe verhandelt mit der Essener Steag GmbH über den Kauf der rund 42 Hektar großen Steag-Fläche in Lünen an der Moltkestraße. Entsprechende Informationen unserer Redaktion bestätigte Hagedorn-Geschäftsführer Rick Mädel am Freitag (22.).

Wie Mädel weiter sagte, sollen die Verhandlungen Ende dieses Jahres, Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein. Weitere Angaben zu den laufenden Gesprächen machte er keine.

Vertragsunterzeichnung im Dezember?

Wie unserer Redaktion unlängst aus gut informierten Kreisen erfuhr, soll der Vertrag Mitte Dezember unterschrieben werden.

Der Hagedorn-Manager verwies derweil auf das interkommunale Revitalisierungsprojekt „Kraftwerk Knepper“ in Castrop-Rauxel, wo die gesamte Prozesskette der Unternehmensgruppe vom Abbruch über Rückbau, Sanierung der Altlasten und Tiefbau bis hin zur Entwicklung eines Nachnutzungskonzepts für Gewerbe und Logistik zum Tragen komme.

„Voraussichtlich 2020 werden interessierte Projektentwicklungsgesellschaften die mit erteiltem Baurecht angebotenen Flächen bebauen können“, heißt es dazu auf der Hagedorn-Homepage.

Bei der Essener Steag hüllten sich die Verantwortlichen zu dem Millionen-Deal, im Raum steht wohl eine kleinere zweistellige Millionensumme für die Fläche samt Kraftwerk, in Schweigen.

Keine Bestätigung, kein Dementi

„Zu Gerüchten nehmen wir grundsätzlich keine Stellung“, sagte ein Unternehmenssprecher. Dass Steag die Fläche samt Kraftwerk und Altlasten an Hagedorn verkauft, wollte der Sprecher weder bestätigen noch dementieren.

Das Steag Kraftwerk wurde Ende 2018 offiziell stillgelegt. Ende Oktober dieses Jahres wurden die Trockenlegungsarbeiten am Kraftwerk beendet.

Das hatte ein Steag-Sprecher Mitte November auf Anfrage unserer Redaktion erklärt und außerdem auf ein Interview verwiesen, das unsere Redaktion im Juni dieses Jahres mit dem zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Kraftwerksleiter Kai Uwe Braekler geführt hat.

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Auf die Frage, wann denn das Kraftwerk abgerissen werde, antwortete Braekler: „Wann und was abgerissen wird, steht noch gar nicht fest. Denn ein Abriss macht erst Sinn, wenn konkrete Pläne im Rahmen eines Investitions- und Entwicklungsprojekts feststehen. Dafür wiederum benötigt man eine belastbare Bauleitplanung durch die Stadt Lünen. Was ich damit sagen will: Es sind noch einige Detailfragen zu klären, bis wir konkret über Abrissarbeiten sprechen können.“

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