Unwetter in Lünen: Mehr Einsätze als bei Kyrill

Zahlreiche Schäden

Das schwere Unwetter am Montagabend hat Hunderten Lüner Einsatzkräften eine schlaflose Nacht bereitet - und einen Vollalarm am Dienstag. Laut Angaben der Hilfskräfte war der Sturm schlimmer als Kyrill im Jahre 2007. Der Bahnverkehr rund um Lünen war stark beeinträchtigt und läuft noch tagelang nicht wie gewohnt. Hier gibt es alle Infos.

LÜNEN

, 10.06.2014, 08:07 Uhr / Lesedauer: 5 min

  • Die Lüner Feuerwehr stuft das Unwetter schlimmer ein, als der verheerende Orkan Kyrill im Jahr 2007.
  • Das Pfingst-Unwetter hat Lünen hart getroffen: Im gesamten Stadtgebiet wurden Bäume entwurzelt, Dächer beschädigt und Autos unter Ästen und Bäumen begraben.
  • Bürger sind bei dem Unwetter nicht zu Schaden gekommen.
  • Die Eurobahn fuhr bis zum Mittwochmorgen nicht in Lünen. Am Montagabend war ein Intercity im Lüner Hauptbahnhof zum Stehen gekommen, 500 Reisende mussten versorgt werden. Auch die Stadtbahnlinien in Richtung Dortmund werden zurzeit nicht bedient - voraussichtlich noch eine Woche lang.
  • Nach Auskunft der Stadt werden die Aufräumarbeiten drei bis vier Wochen dauern

Die

zwischen Dortmund-Grävingholz und Lünen-Brambauer fährt wohl noch bis Mitte der kommenden Woche nicht. Stattdessen setzt Bahn-Betreiber DSW21 Ersatzbusse ein: ab Brambauer morgens ab 4.10 Uhr im 20-Minuten-Takt, ab kurz nach 21 Uhr dann im 30-Minuten-Takt. Der letzte Bus in Richtung Dortmund fährt um 0.30 Uhr.

Die Lage normalisiert sich langsam. Die

fährt seit Mittwochmorgen wieder zwischen Dortmund und Münster, also auch durch Lünen.

Die RB 50 von Münster nach Dortmund fahrbar

— eurobahn (@eurobahn_info)

Wie es in einer Pressemitteilung der

heißt sind auf der Linie RB 50 die Streckenbereiche Münster-Henn und Münster-Lünen bis auf Weiteres gesperrt. Zwischen Lünen und Dortmund wird der Verkehr unregelmäßig aufrecht erhalten. Fahrgäste sollen auf die Lautsprecherdurchsagen an den Bahnsteigen achten. Die

hat eine vorläufige Abschlussbilanz des Unwetters gezogen. Danach waren seit Montagabend 268 Einsätze zu bewältigen. Vier letzte Einsätze standen kurz nach 13 Uhr noch aus, berichtete Lünens stellvertretender Feuerwehrchef Rainer Ashoff. „Ich bin sehr froh, dass kein Bürger zu  Schaden gekommen ist“, erklärte Ashoff. Lediglich eine Feuerwehrfrau habe eine leichte Prellung am Handgelenk erlitten. Dass der Unwetter-Einsatz, abgesehen von dieser kleinen Blessur, ohne Verletzte abging, darüber war Ashoff selbst überrascht angesichts der Dimensionen. „Es war schlimmer als beim Sturm Kyrill, das kristallisiert sich eindeutig heraus.“ Mit dem Löschzug der Berufsfeuerwehr und sieben Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr wurde alles an Einsatzkräften aus Lünen aufgeboten, was möglich ist, um akute Gefahren abzuwenden und die Straßen wieder frei zu bekommen. „Ich denke, das haben wir ganz gut hinbekommen“, sagte Ashofff. Seit Dienstagmorgen 9 Uhr unterstützten die Löschzüge Mitte und Weddinghofen der Feuerwehr Bergkamen die Lüner Kollegen, von denen viele dringend abgelöst werden mussten.  Nach den schweren Unwettern waren alle Ortsverbände des

aus dem Geschäftsführerbereich Dortmund (Dortmund, Hamm, Kreis Unna und Märkischer Kreis) im Einsatz. Seit Mitternacht wurden Bäume gesägt und Straßen frei geräumt. Allein in Dortmund und in Lünen wurden mehr als 60 Einsätze durchgeführt. Das waren erheblich mehr Hilfeleistungen, als beim Sturm „Kyrill“ im Jahre 2007. So wurde zum Beispiel das Bergungsräumgerät des THW in Lünen an der Moltkestraße eingesetzt, um Äste und Bäume von der Straße zu ziehen. In Dortmund-Marten musste ein Baum zersägt werden, der auf ein Haus gefallen war.  In den frühen Morgenstunden wurde das Lüner Räumgerät und THW Helfer aus Kamen und Lünen in Ratingen bei Düsseldorf eingesetzt. An diesem Ort war das Sturmtief besonders heftig gewesen, so dass eine Vielzahl von THW Einheiten mit mehreren THW Radladern eingesetzt werden mussten. Der Einsatz in Ratingen ist zur Zeit noch  nicht beendet. Gegen 13.30 Uhr kehrten die ersten THW Einheiten des Kreises Unna aus Dortmund zurück, wo sie mehr als 12 Stunden im Einsatz waren.

Wie unsere Praktikantin Denise Siebert berichtet, hat der Sturm auch in der Innenstadt Lünens seine Spuren hinterlassen. Im Park neben der Herz-Jesu-Kirche sind ebenso Bäume umgefallen wie neben dem Lükaz und an der Kurt-Schumacher-Straße. Dort blockieren teilweise umgestürzte Bäume die Fußwege.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Das sind die Spuren des Pfingst-Unwetters in Lünen

Am Pfingstmontag ist abends ein schweres Unwetter über die Region gezogen. Unsere Fotostrecke zeigt die Spuren der Verwüstung in Lünen.
10.06.2014
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Auch vor der St. Barbara-Kirche-Brambauer wütete über Pfingsten der Sturm und hinterließ sichtbare Spuren.© Foto: Michael Blandowski
Auch vor der St. Barbara-Kirche-Brambauer wütete über Pfingsten der Sturm und hinterließ sichtbare Spuren.© Foto: Michael Blandowski
Auch vor der St. Barbara-Kirche-Brambauer wütete über Pfingsten der Sturm und hinterließ sichtbare Spuren.© Foto: Michael Blandowski
Melvin Mikosch (12) hat diese Fotos beim Gassigehen mit seinen Hunden im Wald am Pfarrheim St. Ludger und in der Nähe vom Tennisplatz Blau Weiß Alstedde gemacht.© Foto: Melvin Mikosch
Melvin Mikosch (12) hat diese Fotos beim Gassigehen mit seinen Hunden im Wald am Pfarrheim St. Ludger und in der Nähe vom Tennisplatz Blau Weiß Alstedde gemacht.© Foto: Melvin Mikosch
Melvin Mikosch (12) hat diese Fotos beim Gassigehen mit seinen Hunden im Wald am Pfarrheim St. Ludger und in der Nähe vom Tennisplatz Blau Weiß Alstedde gemacht.© Foto: Melvin Mikosch
Die Bilanz am nächsten Morgen in Cappenberg: Schäden an den Dächern, abgerissene Pappeln und eine stark beschädigte große Linde.© Foto: Günther Goldstein
In Lünen hat der Sturm viele Bäume entwurzelt.© Foto: Denise Siebert
"Natürliche Lasershow" nennt Lutz Szepoks aus Wethmar eine Serie von Fotos, die er während des Gewitters machte.© Foto: Szepoks
Schaurig-schönes Spektakel am Himmel: Ein weiteres Bild von Lutz Szepoks aus Wethmar, der die Blitze während des Unwetters fotografierte.© Foto: Szepoks
Das Unwetter über Hof Altcappenberg: Die Gebäude waren immer wieder von den Blitzen taghell beleuchtet.© Foto: Günther Goldstein
Die Bilanz am nächsten Morgen in Cappenberg: Schäden an den Dächern, abgerissene Pappeln und eine stark beschädigte große Linde.© Foto: Günther Goldstein
Die Bilanz am nächsten Morgen in Cappenberg: Schäden an den Dächern, abgerissene Pappeln und eine stark beschädigte große Linde.© Foto: Günther Goldstein
Die Bilanz am nächsten Morgen in Cappenberg: Schäden an den Dächern, abgerissene Pappeln und eine stark beschädigte große Linde.© Foto: Günther Goldstein
Die Futterbohnen, die am Nachmittag noch kerzengerade gestanden und einen guten Ertrag versprochen hatten, liegen am Boden.© Foto: Günther Goldstein
Das Unwetter über Hof Altcappenberg: Die Gebäude waren immer wieder von den Blitzen taghell beleuchtet.© Foto: Günther Goldstein
Das Unwetter über Hof Altcappenberg: Die Gebäude waren immer wieder von den Blitzen taghell beleuchtet.© Foto: Günther Goldstein
Das Unwetter über Hof Altcappenberg: Die Gebäude waren immer wieder von den Blitzen taghell beleuchtet.© Foto: Günther Goldstein
Das Unwetter über Hof Altcappenberg: Die Gebäude waren immer wieder von den Blitzen taghell beleuchtet.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 auch in Gahmen Schäden angerichtet. Dieses Foto schickt uns Leserin Ursula Mlynek vom Hasener Wald in Gahmen.© Foto: Ursula Mlynek
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 auch in Gahmen Schäden angerichtet. Dieses Foto schickt uns Leserin Ursula Mlynek vom Hasener Wald in Gahmen.© Foto: Ursula Mlynek
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 auch in Gahmen Schäden angerichtet. Dieses Foto schickt uns Leserin Ursula Mlynek vom Hasener Wald in Gahmen.© Foto: Ursula Mlynek
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 auch in Gahmen Schäden angerichtet. Dieses Foto schickt uns Leserin Ursula Mlynek vom Hasener Wald in Gahmen.© Foto: Ursula Mlynek
Auch neben dem Lükaz sind einige Bäume umgefallen.© Foto: Denise Siebert
Auch am Spielplatz neben der Herz-Jesu-Kirche sind einige Bäume umgefallen.© Foto: Denise Siebert
Wo man auch hinsieht am Dienstagmittag: Überall sind Folgen des schweren Sturms zu sehen. Meist umgefallene Bäume.© Foto: Denise Siebert
Wo man auch hinsieht am Dienstagmittag: Überall sind Folgen des schweren Sturms zu sehen. Meist umgefallene Bäume.© Foto: Denise Siebert
Die Wirtschaftsbetriebe Lünen haben am Dienstag alle Hände voll mit den Aufräumarbeiten nach dem Sturm zu tun.© Foto: Denise Siebert
Blick auf die Rückseite der Häuser an der Mauerstraße: Hier sind einige Bäume auf die Trennwände aus Holz gestürzt.© Foto: Denise Siebert
Überall in Lünen sind Menschen mit Aufräumarbeiten beschäftigt, hier kehrt ein Mann an der Stadtkirche St. Georg Äste zusammen.© Foto: Denise Siebert
Da bleibt nur der Umweg über die Straße.© Foto: Denise Siebert
Hier ist ein Teil des Gehwegs an der Kurt-Schumacher-Straße von umgestürzten Bäumen blockiert.© Foto: Denise Siebert
Hier ist ein Teil des Gehwegs an der Kurt-Schumacher-Straße von umgestürzten Bäumen blockiert.© Foto: Denise Siebert
An diesem Haus an der Ringstraße hat der Sturm nach Angaben der Bewohner zirka 25 Dachziegeln vom Dach geweht. Die Anwohner sind am Dienstagmittag mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.© Foto: Denise Siebert
Der Sturm löste an diesem Haus einige Dachziegel.© Foto: Denise Siebert
Die Anwohner sind am Dienstagmittag mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.© Foto: Denise Siebert
Der Sturm löste an diesem Haus einige Dachziegel.© Foto: Denise Siebert
Der Sturm richtete auch in Brambauer Schäden an. Am Dienstag begann das große Aufräumen.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm richtete auch in Brambauer Schäden an. Am Dienstag begann das große Aufräumen.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm richtete auch in Brambauer Schäden an. Am Dienstag begann das große Aufräumen.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm richtete auch in Brambauer Schäden an. Am Dienstag begann das große Aufräumen.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 in Lünen viele Schäden angerichtet. Am Tag nach dem Unwetter begann das große Aufräumen im ganzen Stadtgebiet.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 in Lünen viele Schäden angerichtet. Am Tag nach dem Unwetter begann das große Aufräumen im ganzen Stadtgebiet.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 in Lünen viele Schäden angerichtet. Am Tag nach dem Unwetter begann das große Aufräumen im ganzen Stadtgebiet.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 in Lünen viele Schäden angerichtet. Am Tag nach dem Unwetter begann das große Aufräumen im ganzen Stadtgebiet.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 in Lünen viele Schäden angerichtet. Am Tag nach dem Unwetter begann das große Aufräumen im ganzen Stadtgebiet.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 in Brambauer viele Schäden angerichtet. Am Tag nach dem Unwetter begann das große Aufräumen. Die Straßenbahnverbindung nach Dortmund wurde unterbrochen.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 in Brambauer viele Schäden angerichtet. Am Tag nach dem Unwetter begann das große Aufräumen. Die Straßenbahnverbindung nach Dortmund wird voraussichtlich bis Donnerstag unterbrochen sein.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 in Brambauer viele Schäden angerichtet. Am Tag nach dem Unwetter begann das große Aufräumen. Die Straßenbahnverbindung nach Dortmund wird voraussichtlich bis Donnerstag unterbrochen sein.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 in Brambauer viele Schäden angerichtet. Am Tag nach dem Unwetter begann das große Aufräumen. Die Straßenbahnverbindung nach Dortmund wird voraussichtlich bis Donnerstag unterbrochen sein.© Foto: Günther Goldstein
Der Sturm hat am Pfingstmontag 2014 in Brambauer viele Schäden angerichtet. Am Tag nach dem Unwetter begann das große Aufräumen. Die Straßenbahnverbindung nach Dortmund wird voraussichtlich bis Donnerstag unterbrochen sein.© Foto: Günther Goldstein
Die Straßenbahnverbindung nach Dortmund wurde durch das Unwetter unterbrochen. Hier geht vermutlich erst am Donnerstag alles wieder seinen gewohnten Gang. Bis dahin setzt DSW 21 Busse statt der Straßenbahn ein.© Foto: Günther Goldstein
In der Gustav-Syberberg-Straße sind mehrere Bäume auf den Gehweg gefallen.© Foto: Michael Schnitzler
In der Gustav-Syberberg-Straße sind mehrere Bäume auf den Gehweg gefallen.© Foto: Michael Schnitzler
Diesen Baum in der Gustav-Syberberg-Straße hat es komplett entwurzelt.© Foto: Michael Schnitzler
Wie hier in der Gustav-Syberberg-Straße in Brambauer sind noch an vielen Stellen in Lünen die Gehwege nicht passierbar, weil Bäume querliegen.© Foto: Michael Schnitzler
Diesen Baum in der Gustav-Syberberg-Straße hat es komplett entwurzelt. Er ist umgestürzt und wurde noch in der Nacht von der Feuerwehr zersägt. Glücklicherweise fiel der Baum auf einen Schrott-Container - und nicht etwa auf ein Auto.© Foto: Michael Schnitzler
Das "U" auf dem Schild steht hier wohl eher für "Umgefallen". An der Brambauer Straße liegen an vielen Stellen abgebrochene Äste und umgefallene Bäume am Straßenrand.© Foto: Michael Schnitzler
Die Folgen des Unwetters sind in Lünen an vielen Stellen zu sehen, hier an der Brambauer Straße in Richtung Lünen-Mitte.© Foto: Michael Schnitzler
Dieser Baum in der Graf-Haeseler-Straße ist vom Sturm abgeknickt worden und liegt auf dem Gehweg beziehungsweise im Vorgarten des Hauses.© Foto: Michael Schnitzler
© Foto: Michael Schnitzler
Im Tobiaspark sind die Spuren sichtbar.© Foto: Fabian Paffendorf
Im Tobiaspark sind die Spuren des Unwetters sichtbar.© Foto: Fabian Paffendorf
Im Tobiaspark sind die Spuren sichtbar.© Foto: Fabian Paffendorf
Im Tobiaspark sind die Spuren sichtbar.© Foto: Fabian Paffendorf
Im Tobiaspark sind die Spuren sichtbar.© Foto: Fabian Paffendorf
Im Tobiaspark sind die Spuren sichtbar.© Foto: Fabian Paffendorf
Im Tobiaspark sind die Spuren sichtbar.© Foto: Fabian Paffendorf
Im Tobiaspark sind die Spuren sichtbar.© Foto: Fabian Paffendorf
Im Tobiaspark sind die Spuren sichtbar.© Foto: Fabian Paffendorf
Zu Verkehrsbehinderungen kam es in der Sturmnacht als zwei große Bäume auf die Mengeder Straße stürzten. Die Straße war die ganze Nacht für den Verkehr gesperrt. Autos wurden nicht beschädigt.© Foto: Werner Gärtner
Zu Verkehrsbehinderungen kam es in der Sturmnacht als zwei große Bäume auf die Mengeder Straße stürzten. Die Straße war die ganze Nacht für den Verkehr gesperrt. Autos wurden nicht beschädigt.© Foto: Werner Gärtner
Zu Verkehrsbehinderungen kam es in der Sturmnacht als zwei große Bäume auf die Mengeder Straße stürzten. Die Straße war die ganze Nacht für den Verkehr gesperrt. Autos wurden nicht beschädigt.© Foto: Werner Gärtner
Zu Verkehrsbehinderungen kam es in der Sturmnacht als zwei große Bäume auf die Mengeder Straße stürzten. Die Straße war die ganze Nacht für den Verkehr gesperrt. Autos wurden nicht beschädigt.© Foto: Werner Gärtner
Zu Verkehrsbehinderungen kam es in der Sturmnacht als zwei große Bäume auf die Mengeder Straße stürzten. Die Straße war die ganze Nacht für den Verkehr gesperrt. Autos wurden nicht beschädigt.© Foto: Werner Gärtner
Zu Verkehrsbehinderungen kam es in der Sturmnacht als zwei große Bäume auf die Mengeder Straße stürzten. Die Straße war die ganze Nacht für den Verkehr gesperrt. Autos wurden nicht beschädigt.© Foto: Werner Gärtner
Zu Verkehrsbehinderungen kam es in der Sturmnacht als zwei große Bäume auf die Mengeder Straße stürzten. Die Straße war die ganze Nacht für den Verkehr gesperrt. Autos wurden nicht beschädigt.© Foto: Werner Gärtner
Die Reste eines umgestürzten Baumes, zersägt von der Feuerwehr: Ein Bild wie dieses an der Hüttenallee in Wethmar bot sich Dienstagmorgen an vielen Lüner Straßen.© Foto: Peter Fiedler
Viele Gehwege, wie hier an der Hüttenallee in Wethmar, waren nach dem Unwetter unpassierbar.© Foto: Peter Fiedler
So sah es Dienstagmorgen auf der Zwolle Allee mit Blick Richtung Lippebrücke aus.© Foto: Peter Fiedler
Die Feuerwehr war noch am Dienstag damit beschäftigt, Straßen freizuräumen, so wie hier auf dem Schwansbeller Weg.© Foto: Peter Fiedler
Diesen mächtigen Nadelbaum hat der Sturm an der Münsterstraße entwurzelt, kurz vor der Einmündung Zwolle Allee.© Foto: Peter Fiedler
In einer Grünanlage an der Münsterstraße in Wethmar krachte diese Birke auf einen Spielplatz.© Foto: Peter Fiedler
Ein umgestürzter Baum auf der Straße Am Wüstenknapp, unmittelbar neben dem Bahndamm der Strecke Lünen-Münster.© Foto: Peter Fiedler
Aufräumen war nach der stürmische Nacht angesagt. Vielfach versperrten Äste, wie hier auf der Gahmener Straße, den Weg auf den Bürgersteigen.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Umgeknickte Äste liegen auch im kleinen Park am Lindeneck in Gahmen.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Wie im Dschungel sieht es im Tobiaspark aus. Ein Großteil des Baumbestandes liegt auf dem Boden.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Ein zersägter Baum am Straßenrand: So wie an der Hüttenallee in Wethmar sah es Dienstagmorgen an vielen Lüner Straßen aus.© Foto: Peter Fiedler
Der Sturm am Pfingstmontag hat auch im Stadtgebiet in der Geist viele Schäden verursacht.© Foto: Nawrotek-Geburtig
Der Sturm am Pfingstmontag hat auch im Stadtgebiet in der Geist viele Schäden verursacht.© Foto: Nawrotek-Geburtig
Der Sturm am Pfingstmontag hat auch im Stadtgebiet in der Geist viele Schäden verursacht.© Foto: Nawrotek-Geburtig
Der Sturm am Pfingstmontag hat auch im Stadtgebiet in der Geist viele Schäden verursacht.© Foto: Nawrotek-Geburtig
Der Sturm am Pfingstmontag hat auch im Stadtgebiet in der Geist viele Schäden verursacht.© Foto: Nawrotek-Geburtig
Der Sturm am Pfingstmontag hat auch im Stadtgebiet in der Geist viele Schäden verursacht.© Foto: Nawrotek-Geburtig
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Auch Dachziegel hat der Sturm vereinzelt von den Dächern der Häuser gepustet. So etwa an der Ringstraße, wo nach Angaben der Bewohner eines Hauses an der Lippe etwa 25 Dachziegeln heruntergefallen sind. Und überall zeigt sich das gleiche Bild: Die Lüner sind mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. 

Aus Sicht der Stadtwerke Lünen sind die Folgen des Sturms „nicht dramatisch“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Achim Grunenberg. Stromausfälle in Lünen seien den Stadtwerken nicht gemeldet worden. Im von den Stadtwerken betriebenen Freibad Cappenberger See seien – wie überall in Lünen – einige Bäume umgefallen. Diese werden derzeit beseitigt. Das Freibad hat heute aber wie gewohnt geöffnet. Ansonsten seien durch den Sturm mehrere Laternen und eine Fernleitung durch umstürzende Bäume leicht beschädigt worden, teilte Grunenberg mit. Drei Ampel-Anlagen in Lünen, auch diese werden von den Stadtwerken gewartet, wurden vom Sturm so stark durchgeschüttelt, dass sie ausgefallen sind. Die Ampeln werden zurzeit wieder repariert.  Bei Twitter sind diverse Bilder von dem Unwetter in Lünen im Umlauf:

Selbst Dachziegel fliegen hier schon von den Dächern #unwetter#luenenpic.twitter.com/hjcs2dZbvd

— Mike (@MikeHribek)

@Extremwetter @Skywarn_DE #MySky in Lünen-Brambauer (also fast Dortmund) heute um 05:54! Kleines schnelles Gewitter. pic.twitter.com/SUwg7wh3At

— Gucky (@GuckyTheGerbil)

Unglaublich was hier gerade abgeht! Und ich bin mittendrin #unwetter#luenenpic.twitter.com/BLssgITsnw

— Mike (@MikeHribek)

24 Fahrzeuge sind in Lünen durch das Unwetter beschädigt worden. Das ergab eine erste

am Dienstagvormittag. Meistens waren es Äste oder gar Bäume, die der Sturm auf Autos krachen ließ. Nach einer ersten vorsichtigen Schätzung, so Polizeisprecher Manfred Radecke, ist dabei ein Sachschaden in Höhe von etwa 35.000 Euro entstanden. Zwischen 21.38 Uhr am Montagabend und kurz vor 5 Uhr am Dienstagmorgen fuhr die Polizei in Lünen 94 sogenannte witterungsbedingte Einsätze.

Fast überall in Lünens Straßen bietet sich dasselbe Bild: Kleine und größere Äste oder sogar ganze Bäume versperren teilweise noch die Gehwege, die Straßen sind hingegen frei. An vielen Stellen sind Lüner mit Besen, Handfeger und Kehrblech damit beschäftigt, kleinere Äste vor ihren Häusern zu beseitigen. Auch die Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) sind mit vielen Fahrzeugen unterwegs, um die die Überbleibsel des Unwetters aufzusammeln.  So sieht es derzeit im Tobiaspark aus:

Und dieses kurze Video zeigt einen umgestürzten Baum in Brambauer:

Wie

mitteilt, gibt es nach wie vor Einschränkungen im Stadtbahn- und Busverkehr. Wegen umgestürzter Bäume, die zum Teil die Oberleitungen erheblich beschädigt haben, ist zur Zeit kein Stadtbahnverkehr zwischen Zeche Minister Stein und Brambauer (U41) sowie zwischen Hafen und Westerfilde (U47) möglich. Auf beiden Strecken verkehren ersatzweise Busse und Taxen. Die U41 wird nach derzeitigem Stand der Dinge frühestens am Donnerstag wieder bis Brambauer fahren können.

Seit 21.45 Uhr am Montagabend befinden sich die Lüner Einsatzkrafte mit allen Löschzügen im

und sind bis jetzt im Einsatz, so Stadt-Pressesprecherin Simone Kötter um 9.21 Uhr in einer ersten Mitteilung. Unterstützung kam vom Löschzug Bergkamen, da die Feuerwehrleute zum Teil mehr als 10 Stunden im Einsatz waren. Im

standen die 13. und 14. Etage unter Wasser. Der Alarm wurde ausgelöst, Feuerwehr und Hausmeister haben eine Nachtschicht geschoben. Ein

ist in Alstedde liegen geblieben, 30 Fahrgäste wurden evakuiert. Die Feuerwehr hat sich darum gekümmert, die Weiterfahrt zu organisieren. Im Lüner Hauptbahnhof ist ein

liegengeblieben. Er konnte erst um 3 Uhr weiterfahren. Die Feuerwehr hat sich auch hier mit um die Versorgung der 500 Fahrgäste gekümmert. Im ganzen Stadtgebiet wurden viele

, große Äste sind abgebrochen. Stadtgrün und die Wirtschaftsbetriebe sind im Dauereinsatz, auch der Verein Südparkfreunde ist aktiv geworden. Die Schäden kann man noch nicht beziffern, so Pressesprecherin Kötter wieter. Eine Prognose wagt sie jedoch: Die

werden drei bis vier Wochen dauern. Priorität hat die Sicherheit: Gelockerte Bäume müssen aus der Erde genommen werden. Ebenso werden dicke Äste beseitigt, die noch abgerissen in den Kronen liegen.  

"Wir sind jetzt noch dabei, Einsätze abzuarbeiten", sagte der stellvertretende Feuerwehr-Leiter Rainer Ashoff in einer ersten Bilanz der Nacht am Dienstag kurz nach 7 Uhr morgens. Am Abend zuvor waren die Verhältnisse zum Teil chaotisch. Umgestürzte Bäume blockierten zeitweise die Hauptverkehrsstraßen wie zum Beispiel die Kamener und die Kurt-Schumacher-Straße. Der nördliche Teil Lünens war offenbar am schlimmsten betroffen. Ashoff nannte einen Korridor von den Stadtteilen Brambauer über Nordlünen bis Wethmar als Schwerpunkt des Einsatzgeschehens. Unter der Notrufnummer 112 war Montagabend zeitweise kein Durchkommen zur Kreisleitstelle. Per Bandansage wurden Anrufer gebeten, dranzubleiben und nicht aufzulegen. Mit allen acht Löschzügen und 140 Mann war die Lüner Feuerwehr im Einsatz. Hauptsächlich galt es, Bäume zu zersägen und beiseite zu räumen. Wassereinsätze wegen überfluteter Keller gab es vergleichsweise wenige, so Ashoff. Im Rathaus allerdings gibt es Wasserschäden im 13. und 14. Obergeschoss, berichtete der stellvertretende Feuerwehrchef. Dort hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Eine niedergebrannte Gartenlaube in Niederaden gehörte auch zum Einsatzgeschehen der Nacht. Im Laufe des Tages will die Feuerwehr Bilanz im Detail ziehen. "Manche Bürger haben Schäden erst am Morgen bemerkt, als es hell war", so Ashoff.

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