Urteil gegen das Lüner Phantom gesprochen

Serien-Einbrecher

Lange hatte die Polizei nach dem "Lüner Phantom" gesucht. Im Frühjahr wurde der Serien-Einbrecher von der Horstmarer Straße geschnappt. Jetzt musste sich der 23-Jährige vor dem Landgericht verantworten. Er geht für mehrere Jahre in den Knast.

LÜNEN/DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 18.11.2013, 17:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei diesem Einbruch benutzte der Täter einen Stein aus dem Vorgarten, um das Badezimmerfenster einzuschmeißen.

Bei diesem Einbruch benutzte der Täter einen Stein aus dem Vorgarten, um das Badezimmerfenster einzuschmeißen.

Der 23-jährige Angeklagte war Anfang des Jahres aus Bochum zu seiner Freundin in die Nähe der Horstmarer Straße gezogen. Doch obwohl seine Startbedingungen alles andere als schlecht gewesen waren, war er irgendwie durch das soziale Netz gefallen.Seine viele freie Zeit nutzte er, um seinen Lebensunterhalt mit illegalen Klau-Trips zu finanzieren. Regelmäßig streifte der 23-Jährige durch die Nachbarschaft und brach in Häuser und Wohnungen ein. Seine bevorzugte Beute waren Schmuck und Bargeld. 

Im Prozess vor dem Landgericht hatte das "Phantom von der Horstmarer Straße" sofort ein volles Geständnis abgelegt. Hatte der Angeklagte jedoch gehofft, dass sich sein nachgewiesener Hang zu Rauschgift auf die Strafe mildernd auswirken würde, so sah er sich getäuscht.  Die Richter gingen in ihrem Urteil auch nicht davon aus, dass der Lüner einen Teil seiner Haftstrafe in einer geschlossenen Entziehungs-Klinik absitzen muss, um an seinem Drogen-Problem zu arbeiten. 

Anscheinend hat der junge Mann aber trotzdem inzwischen verstanden, was auf dem Spiel steht. "Ich bin jetzt zum ersten Mal in meinem Leben richtig in Haft", sagte er vor Gericht. "Und ich habe erkannt: Das ist definitiv nicht das, was ich für mein Leben will."

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt