Kommunalwahl 2020

Uwe Walter bleibt trotz seines Todes auf dem Wahlzettel in Lünen

Es war ein Schock für die SPD in Lünen: Der Fraktionsvize Uwe Walter starb am 6. August nach kurzer, schwerer Krankheit. Sein Name wird bei der Kommunalwahl trotzdem auf dem Zettel stehen.
Die SPD-Fraktion in Lünen trauert um Uwe Walter. © SPD

Groß war die Bestürzung nicht nur in der SPD, als die Nachricht vom Tod Uwe Walters bekannt wurde. Der 59-Jährige war stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Lüner Stadtrat und hatte sich in vielen Vereinen aktiv engagiert. Auch vom politischen Gegner gab es zahlreiche Beileidsbekundungen.

Da Uwe Walter auch für die Kommunalwahl 2020 als Kandidat aufgestellt war, mussten SPD und die Stadt Lünen die Nachfolge-Frage beantworten. Da die Sozialdemokraten von vornherein Stellvertreter für die jeweiligen Ratskandidaten bestimmt hatten, steht fest, dass Thomas Latussek an seiner Stelle für die SPD im Wahlkreis 604 (Osterfeld) am 13. September antritt. Das bestätigte auch die Stadt Lünen auf Anfrage.

Allerdings wird auf dem Wahlzettel trotzdem der Name „Uwe Walter“ zu lesen sein. „Für den Fall, dass ein Bewerber für die Wahl in einem Wahlbezirk in dem Zeitraum zwischen der Zulassungsentscheidung und vor Beginn des Wahltages verstirbt, untersagt das Kommunalwahlgesetzt NRW eine Änderung des zugelassenen Wahlvorschlages“, teilt Stadtsprecher Benedikt Spangardt mit. „Daher muss der Stimmzettel unverändert bleiben.“

Im Wahlraum werde es dann bei der ausgehängten Wahlbekanntmachung einen „deutlich sichtbaren Hinweis darauf geben, dass Herr Latussek für Herrn Walter eingetreten ist“.

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