Vergewaltigung in Oberaden: Akzeptiert der Angeklagte Schmerzensgeld-Forderung des Opfers?

mlzProzess in Dortmund

Die 15-jährige Schülerin aus Oberaden, die im Sommer 2019 vergewaltigt wurde, fordert vor Gericht vom mutmaßlichen Täter 50.000 Euro. Am Dienstag überraschte der Mann mit seiner Reaktion.

Oberaden

, 26.05.2020, 15:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Prozess um die brutale Vergewaltigung einer 15-jährigen Schülerin in Oberaden, an der Stadtgrenze zu Lünen, hat sich der Angeklagte am Dienstag endlich zu der bereits vor mehreren Wochen in den Raum gestellten Schmerzensgeld-Forderung des Opfers geäußert. Verteidiger Axel von Irmer hatte die angekündigte Erklärung zuletzt mehrfach verschoben. Und jetzt verzichtete er sogar komplett.

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„Wir müssen zurückrudern“, sagte der Rechtsanwalt den Richtern. „Wir werden keinerlei Stellungnahme abgeben und abwarten, ob wir im Laufe des Prozesses vielleicht Teile der Forderungen anerkennen.“ Die Nebenklage-Anwältin hatte im Namen der Schülerin einen Antrag auf Zahlung von mindestens 50.000 Euro Schmerzensgeld gestellt.

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Ob bei dem Angeklagten jedoch überhaupt jemals etwas zu holen sein wird, ist äußerst fraglich. Erst recht deshalb, weil er nach seinem Geständnis auf jeden Fall mit einer Verurteilung zu vielen Jahren Haft rechnen muss.

Bis zum Urteil werden jedoch noch mehrere Wochen vergehen, weil die Richter sowohl die Ex-Freundin als auch die aktuelle Partnerin des Angeklagten als Zeuginnen vernehmen möchten. Damit wollen sie Erkenntnisse über die Gefährlichkeit des Mannes und einen möglichen Hang zur Gewalt sammeln.

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