Verhaltenes Röhren im Wildpark

Hirschbrunft in Cappenberg

LÜNEN Um die zehn Grad, ein klarer Himmel: eigentlich ideales Wetter, um die Hirschbrunft zu beobachten. Doch beim Ausflug des Hegerings in den Wildpark war von röhrenden Hirsche, die um die Gunst der Hirschkühe buhlen, kaum etwas zu hören und zu sehen. Und dafür gibt einen ganz einfachen Grund.

von Von Theo Wolters

, 13.10.2009, 16:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Es hat wohl früher den Spruch gegeben, Cappenberg habe so viele Teiche wie Jahrestage", so Frauke Buschmann. Und auch heute noch gibt es im Park eine große Teichlandschaft. "Während der Zeit des Klosters müssen die Teiche auch weit über die Straße hinausgeragt sein." Denn bevor Freiherr vom Stein das Kloster 1816 kaufte, ernährten sich die Mönche von Fischen. "Der Freiherr hat die Teiche belassen, Karpfen und Hechte ausgesetzt," wusste Frauke Buschmann zu berichten. Freiherr setzte Rot- und Dammwild aus

"Es hat wohl früher den Spruch gegeben, Cappenberg habe so viele Teiche wie Jahrestage", so Frauke Buschmann. Und auch heute noch gibt es im Park eine große Teichlandschaft. "Während der Zeit des Klosters müssen die Teiche auch weit über die Straße hinausgeragt sein." Denn bevor Freiherr vom Stein das Kloster 1816 kaufte, ernährten sich die Mönche von Fischen. "Der Freiherr hat die Teiche belassen, Karpfen und Hechte ausgesetzt," wusste Frauke Buschmann zu berichten. Freiherr setzte Rot- und Dammwild aus

Nach dem Erwerb des Schlosses habe Freiherr vom Stein den Park umgestaltet, Rot- und Damwild ausgesetzt. "Die Hirsche haben englisches Blut in sich", berichtet Wolfhardt von Boeselager.

Wie Buschmann erklärte, habe der Freiherr viel exotische Bäume angepflanzt. Und die habe er zum Teil aus der Baumschule von Alexander von Humboldt erhalten. Dieser habe die Bäume zum Teil aus Amerika mitgebracht. Der Freiherr ließ auch eine Mauer anlegen, die den Gartenteil vom Tierpark abgrenzt. Diese Mauer ist vom Schloss kaum zu sehen, integriert sich in die Landschaft.

Zum Schluss der Führung erreichte die Gruppe den Bereich des Rotwildes. Und wie bereits erwähnt, es war alles recht ruhig im Rudel. Lediglich ein Hirsch war etwas abseits. Ob er schon einen Kampf verloren hat? Die Fachleute vermuteten es.

Auch wenn Kämpfe und Röhren ausblieben, war es ein interessanter Rundgang. Einig waren sich die Teilnehmer, dass es schön wäre, wenn der Park bald auch wieder für die Öffentlichkeit geöffnet würde.

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