Händler streichen verkaufsoffenen Sonntag zur Himmelfahrtskirmes: Es lohnt sich nicht

mlzNeue Aktionen geplant

Die Lüner Kaufleute geben einen der drei verkaufsoffenen Sonntage auf. Zur Himmelfahrtskirmes wollen sie sonntags nicht öffnen. Es lohne sich nicht. Stattdessen feilen sie an neuen Aktionen.

Lünen

, 18.02.2020, 13:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über die verkaufsoffenen Sonntage entscheidet die Politik. Das Thema liegt dem Ausschuss für Sicherheit und Ordnung vor, der am Dienstag (3.3.) um 17 Uhr im Rathaus tagt. Aus den Sitzungsunterlagen wird deutlich, dass die Lüner Innenstadtkaufleute erstmals auf eine Sonntagsöffnung verzichten wollen.

Waren die City-Geschäfte im vergangenen Jahr noch an drei Sonntagen geöffnet, wollen sie 2020 nur zwei Sonntage für den Verkauf nutzen: den 13. September während der Lünschen Mess und den 29. November zum Lüner Weihnachtsmarkt. Die Sonntagsöffnung anlässlich der Maikirmes haben die Händler nicht mehr angemeldet.

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City-Ring-Vorsitzender Helmut von Bohlen nennt mehrere Gründe für den Verzicht im Mai. Die veränderte Gesetzeslage ermögliche verkaufsoffene Sonntage nur noch im Zusammenhang mit größeren Veranstaltungen. Nach der Himmelfahrtskirmes seien die Händler nicht zufrieden gewesen: Die Fahrgeschäfte hätten Parkplätze belegt, die Einkaufsbummler nicht nutzen konnten. Zudem sei die Kundenstruktur im Mai eine andere als zur Lünschen Mess. Die Sonntagsöffnung zur Kirmes habe sich nicht gelohnt. Die Händler stiegen aus.

„Bedürfnis ist nicht mehr so da“

Es habe sich einiges verändert: Vor der neuen Gesetzeslage hätten die Händler ihre eigene Sonntagsveranstaltung organisieren können, beispielsweise im Frühling mit Blumenmarkt und Autohändlern. Jetzt müsse man sich an große Veranstaltungen dranhängen.

Kunden, die einfach nur bummeln wollen, finden sich jetzt im Trubel mit Fahrgeschäften wieder. Hinzu käme, dass das Internet 24 Stunden verfügbar sei. „Man kann dort ständig shoppen. Das Bedürfnis der Kunden an einer Sonntagsöffnung ist nicht mehr so da“, stellt von Bohlen fest. Das stellt das Thema generell infrage.

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Der City-Ring will dabei nicht stehen bleiben, sondern setzt auf neue Entwicklungen. Es gibt die Idee der Oster-Shopping-Week vom 6. bis 11. April. Zurzeit feilen die Kaufleute an Details. „Wir wollen einen Schritt nach vorn machen und Alternativen bieten“, so von Bohlen. Man sei auch im Gespräch mit Pro Lünen im Hinblick auf das Kinofest.

Das Moonlight-Shopping im vergangenen Jahr sei ein Erfolg gewesen. Diese Veranstaltung wolle man aber nicht jedes Jahr, sondern alle zwei Jahre anbieten.

Die Brambauer Geschäftsleute haben auch einen verkaufsoffenen Sonntag angemeldet: Am 17. Mai sollen anlässlich des traditionellen Frühlingsfestes die Läden im größten Lüner Ortsteil öffnen. Wie schon im vergangenen Jahr, will die Interessengemeinschaft Lünen-Süd (IGS) auch 2020 keinen verkaufsoffenen Sonntag mehr durchführen.

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