Versicherungen, die wichtig sind, wenn ein Baby kommt

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Wenn aus einem Paar eine Familie wird, ändert sich vieles. Dann braucht man auch einen anderen Versicherungsschutz.

Lünen

, 07.01.2019, 05:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn zur großen Liebe die lieben Kleinen kommen, sollte man auch seinen Versicherungsschutz überprüfen und anpassen (lassen). Damit es keine finanziellen Probleme gibt, gibt Pia Blödow von der Verbraucherberatung Lünen Tipps.

? Wie ist das Baby krankenversichert?

Die Krankenversicherung ist die wichtigste Versicherung. Sie muss zeitnah darüber informiert werden, wenn der Nachwuchs geboren ist. In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) können Kinder im Rahmen der Familienversicherung kostenfrei mitversichert werden. Die Privaten Krankenversicherungen (PKV) erheben für jedes Kind einen eigenen Beitrag. Wichtig für privatversicherte Angestellte: Der Arbeitgeber erhöht gegebenenfalls seinen Zuschuss zur Krankenversicherung, wenn die Höchstgrenze noch nicht erreicht ist.

? Welche Leistungen bieten die Krankenkassen für die neuen Erdenbürger an?

Die Leistungen für Kinder sind in der gesetzlichen Krankenversicherung nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW gut und ausreichend und bei allen Kassen annähernd gleich. Manche Kassen bieten zusätzliche Untersuchungen für Kinder und (werdende) Eltern an. Pia Blödow: „Da kann ein Wechsel der Kasse interessant sein.“ Bei privat Versicherten hängen die versicherte Leistung und der Selbstbehalt vom gewählten Tarif ab. Eine zusätzliche Krankenzusatzversicherung für Kinder ist zwar meist nicht teuer, aber auch nicht unbedingt nötig. Alle wichtigen Untersuchungen und Behandlungen sind versichert.

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? Sollte man noch eine zusätzliche Versicherung fürs Baby abschließen?

Um sich vor den finanziellen Folgen von Unfall und Krankheit zusätzlich zu schützen, ist eine Invaliditäts-Versicherung für Kinder sinnvoll, die mit unterschiedlichen Leistungen und Bausteinen angeboten werden. Eine günstigere Alternative kann hier eine reine Unfallversicherung sein. Pia Blödow: „Achten Sie bei Unfall- und Invaliditäts-Versicherung auf eine ausreichend hohe Versicherungssumme beziehungsweise Rentenleistung.“

? Müssen auch die Eltern des Babys etwas bei ihren Versicherungen beachten?

Mit dem neuen Erdenbürger muss tatsächlich auch der Versicherungsschutz der Eltern angepasst werden. In der Privat-Haftpflichtversicherung sollten auch kleine Kinder mitversichert werden, die noch deliktunfähig sind. Das bedeutet, dass die Versicherung auch dann zahlt, wenn die Kleinen einen Schaden verursachen, für den sie beziehungsweise ihre Eltern gar nicht haften müssen. Dass die Kinder in die Versicherung eingeschlossen werden, kostet oft nicht viel mehr, erspart im Fall der Fälle aber Ärger mit dem Nachbarn oder anderen Geschädigten, die sonst auf ihrem Schaden sitzen bleiben würden.

Wer seinen Versicherungsschutz überprüfen lassen will, kann sich anbieterunabhängig vom Versicherungsberater der Verbraucherzentrale in der Beratungsstelle, Kirchstr. 12, beraten lassen. Eine Beratung (bis zu 30 Minuten) kostet 40 Euro. Eine vorherige Terminabsprache ist erforderlich, Tel. (02306) 3013 801.
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