Versuchter Mord auf Parkbank am Lippedamm in Lünen: Tatverdächtiger soll in Psychiatrie

Prozess nach Messerattacke

Die Messerattacke hätte für einen damals 24-jährigen Mann aus Lünen fast tödlich geendet. Er hatte auf einer Parkbank gelegen - und dann das Pech, auf den psychisch kranken Mann zu treffen.

Lünen

, 18.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf einer Parkbank am Lippedamm - hier ein Symbolbild - wurde der Mann angegriffen.

Auf einer Parkbank am Lippedamm - hier ein Symbolbild - wurde der Mann angegriffen. © Peter Fiedler (A)

Zur falschen Zeit am falschen Ort war am 1. September vergangenen Jahres ein damals 24 Jahre alter Mann. Es war ein Sonntagabend und er lag auf einer Parkbank am Lippedamm zwischen Kamener Straße und Zwolleallee. Dort traf er auf einen 25-jährigen Lüner.

Attacke mit Sechs-Zentimeter-Klinge

Der wiederum hatte ein Messer dabei, mit dem er ihn sofort attackierte. Mehrfach soll er auf den Liegenden eingestochen haben, heißt es in einer Mitteilung des Landgerichts Dortmund, wo der Fall nächste Woche verhandelt wird. Die Klinge des Klappmessers sei etwa sechs Zentimeter lang gewesen.

Der Angreifer ist dann geflohen, das schwer verletzte Opfer konnte mit Mühe noch den Notruf wählen. Die kurze Zeit später eintreffenden Polizisten leisteten Erste Hilfe, in einer Not-OP retteten die Ärzte dem Mann schließlich das Leben.

Versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung

Der mutmaßliche Täter meldete sich wenig später telefonisch bei der Polizei und wurde noch in der Nacht auf der Kamener Straße festgenommen. Schon kurz danach war bekannt, dass der Mann offenbar psychisch krank war.

In der Ankündigung des Landgerichts heißt es jetzt, der Mann leide an einer paranoiden Schizophrenie und soll zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen sein. Deshalb drohe die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Verhandelt wird am 28. Februar, auch ein Fortsetzungs-Termin am 3. März ist schon festgelegt. Tatvorwurf: Versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

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