Victoria-Schule leidet unter Forensik-Enscheidung

Standort Lünen

Es wird noch Jahre dauern, bis – wenn es denn tatsächlich so kommt – aus der Victoriabrache ein Forensikstandort geworden ist. Die benachbarte Viktoriaschule hat allerdings schon jetzt mit dem möglichen künftigen Nachbarn zu kämpfen.

LÜNEN

10.11.2012, 08:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Victoriaschule: Ihre Anmeldezahlen leiden offenbar unter der Forensik-Diskussion.

Die Victoriaschule: Ihre Anmeldezahlen leiden offenbar unter der Forensik-Diskussion.

Das wurde deutlich bei der Auswertung der Anmeldezahlen für die Grundschulen. Nur 34 Kinder sind für das kommende erste Schuljahr dort angemeldet worden. Im letzten Jahr waren es noch 59 Mädchen und Jungen.  Am Freitag lief die Anmeldefrist für die kommenden i-Männchen ab. Insgesamt 642 Anmeldungen hat Jürgen Grundmann, Abteilungsleiter im Schulverwaltungsamt gezählt. Etwas weniger insgesamt als im letzten Jahr (671), aber eben auffallend weniger bei der Victoriaschule  Dass es auch an den Forensik-Plänen liegt, ist nicht nur eine Vermutung, sondern erwiesen: Jürgen Grundmann weiß von Eltern, die diesen Schulstandort mit dem ausdrücklichen Hinweis auf eine mögliche künftige Forensik gemieden haben. Und das, „obwohl die Kinder längst die Grundschule wieder verlassen haben, bis die eröffnet wird“, so Grundmann.  Insgesamt rechnet man bei der Schulverwaltung mit insgesamt stabilen Grundschülerzahlen; etwa 3000 Mädchen und Jungen besuchen derzeit eine Grundschule in Lünen, und das werde voraussichtlich auch in den nächsten Jahren so bleiben.  Es gibt auch an anderen Standorten Schwankungen, aber nichts, was man bei der Schulverwaltung für besonders auffällig hält. So ist die ein oder andere Schule, die im letzten Jahr Verluste hinnehmen musste, dieses Mal wieder auf der Seite derjenigen, die Zuwächse verzeichnen können.

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