Viele Anwohner finden geplantes Grillverbot im Seepark Lünen-Horstmar richtig

mlzBürgerdialog der Stadt

Mit dieser großen Resonanz beim Bürgerdialog hatte die Stadt nicht gerechnet: Rund 60 Bürgerinnen und Bürger interessierten sich für die Zukunft des Seeparks. Und sparten nicht mit Kritik.

Horstmar

, 17.03.2019, 10:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie formulierten am Samstag (16. März) Vorstellungen, was aus ihrer Sicht von der Stadt Lünen getan werden müsse. Dabei deckten sich viele Wünsche mit den von der Stadt Lünen ausgearbeiteten Maßnahmen. Ein Grillverbot spielt dabei die Hauptrolle.

An einem schönen Sommertag besuchen bis zu 7000 Menschen den Seepark, so die Stadt. Am Strand sieht es dann so aus.

An einem schönen Sommertag besuchen bis zu 7000 Menschen den Seepark, so die Stadt. Am Strand sieht es dann so aus. © Günther Goldstein

Einleitend informierte die Verwaltung mit Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns an der Spitze darüber, dass bis zu 7000 Menschen 2018 an Sommertagen zum Seepark gepilgert seien. Davon nutzten etwa 5 bis 10 Prozent die Grillwiese, was schon im Vorfeld zu Problemen geführt habe, etwa durch die Anlieferung großer Equipments für die Grillnutzung mit Autos, die teilweise bis zum Parkeingang am Baukelweg gefahren seien.

Einzugsbereich über Lünen hinaus

Der Einzugsbereich für Grillfreunde gehe über Lünen hinaus und beinhalte auch große Menschengruppen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Eine Arbeitsgruppe habe kurz- und mittelfristige Maßnahmen vorbereitet, teilte der Technische Beigeordnete Arnold Reeker mit. Dazu gehört ein Grillverbot im Seepark testweise für die Saison 2019, ein saisonales Verbot für Sishas, ein Drohnenflugverbot im Seepark, die Nachrüstung und Ausweitung der Beleuchtung sowie die Bereitstellung von Toilettenwagen.

Horst Krischer, ehrenamtlicher Parkwächter: „Wir haben alles versucht, aber im Grunde hat sich nichts geändert.“

Horst Krischer, er ist seit Jahren ehrenamtlicher Parkwächter, kritisierte, dass nicht richtig kontrolliert und abgeschleppt worden sei: „Wir haben alles versucht, aber im Grunde hat sich nichts geändert.“ Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns sprach sich für eine höhere Präsenz bei künftigen Kontrollen aus.

„Grillen ganz verbieten, fertig“

„Einfach das Grillen ganz verbieten, fertig“, so eine Anwohnerin. Lächerlich gering sei die Strafe für Falschparker, so ein erboster Vater. Problematisch sei die Lage im Ginsterweg, wo ein absolutes Halteverbot gelte, aber oft missachtet werde, so ein Anwohner, der sich nicht traue, einzuschreiten. In rüdester Weise würden sich manche Leute über Verbote hinwegsetzen und Anwohner teilweise bedrohen. Musik, Alkohol und eine hohe Aggressionsschwelle seien gefährlich.

Kritik an fast immer geöffneter Schranke

Ein Problem sei auch die Schranke am Baukelweg, die fast immer offen sei, so eine weitere Kritik. Für Kindergarten-Eltern müsse es indes eine Lösung geben, genauso wie bei der Beschilderung. Zur Sprache kamen auch mittelfristige Perspektiven und mögliche Lösungsideen wie andere Gastronomie- oder Freizeitangebote, die aber erst in den nächsten Jahren greifen könnten.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (2.v.r.) und sein Team informierten die Bürgerinnen und Bürger zum Thema Seepark und diskutierten mit ihnen.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (2.v.r.) und sein Team informierten die Bürgerinnen und Bürger zum Thema Seepark und diskutierten mit ihnen. © Volker Beuckelmann

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns zog am Ende der Veranstaltung folgendes Fazit: „Für die Verwaltung war der heutige Bürgerdialog sehr wichtig und aufschlussreich. Die Ausführungen der Anwohner haben uns bestärkt, dass wir mit unseren Vorschlägen für die Ausschussberatungen auf dem richtigen Weg sind. Die deutliche Mehrheit der Anwesenden fand es auch richtig, das Grillen zu untersagen, um einen Großteil der Störungen durch Lärm, Müll und insbesondere auch das widerrechtliche Parken in den Nebenstraßen einzudämmen.“

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