Viele Lüner erzählen ihre Führerschein-Geschichten

RN-Aktion

Ein Führerschein ist für viele Menschen mehr als nur eine Fahrerlaubnis auf Papier. Meist können die Inhaber eine Geschichte zu ihrem "Lappen" erzählen. Dazu hatten die Ruhr Nachrichten aufgerufen - und viele Lüner möchten ihre Erinnerungen teilen.

LÜNEN

01.08.2011, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele Lüner erzählen ihre Führerschein-Geschichten

Auch RN-Mitarbeiterin Ursula Renneberg hat ihren alten "Lappen" noch.

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Bildergalerie

Mein alter grauer Führerschein

Der Führerschein ist für viele Menschen mehr als ein Stück Papier oder Plastik. Die Ruhr Nachrichten haben deshalb nach Ihren ganz persönlichen Führerschein-Geschichten gefragt - die Resonanz war überwältigend. Hier eine Auswahl.
01.08.2011
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Margret Zapp zeigt ihren Lappen.© Foto: privat
"Stacheldraht Ernst" machte seinen Führerschein im Jahr 1927. © Foto: Dersch
Kaufmann Ernst Schmidt hat das Geschäft von seinem Großvater übernommen. © Foto: Repro
Rolf Lemms Führerschein stammt aus dem Jahr 1955. Der 2010 Verstorbene war ein vorsichtiger Fahrer, seine Frau erzählt von den zahlreichen Aufforderungen des Fahrlehrers: "Fahren sie ruhig, grüner wirds nicht". Nur ein Jahr später bekam auch Friederun Lemm ihren "Lappen". Die beiden haben sich im Kirchenchor in Schongau in Oberbayern kennengelernt. "Nach den Proben sind wir immer zusammen spazieren gegangen" erinnert sie sich. Spazieren gegangen sind sie trotz bestandener Fahrprüfung noch eine Weile, denn das erste Auto legten sich die Eheleute erst einige Jahre später zu. Nach Lünen kamen sie im Jahre 1972, wo Rolf Lemm dann als Pastor der Preußengemeinde in Lünen-Süd tätig war.© Foto: Dersch
Der "Lappen" von Leserin Margret Pospiech ist von 1972. "Ich habe die Fahrprüfung am 20. Januar nach nur 7 Fahrstunden gemacht und bestanden. Den Lappen habe ich leider am selben Tag nicht bekommen. Meine Unterlagen wurden damals von der Fahrschule nicht rechtzeitig eingereicht. Ich war sehr sehr sauer. Den Führerschein konnte ich mir erst am 4. Februar 1972 zu Fuß abholen."


Margret Pospiech© Foto: privat
Franz Josef Hülsmann war leider 1973 gezwungen den Führerschein,der laut Polizei nicht mehr leserlich war, neu zu beantragen. (Der alte war vom 18.11.1963) "Da aber noch keine 10 Jahre (dann hätte ich ihn umsonst bekommen) vergangen waren, mußte ich noch 20 DM bezahlen. Meine Fahrstunden habe ich bei der Fahrschule Adam in Lünen-Süd abgeleistet. © Foto: privat
Eleonore Köth-Feige mit ihrem Führerschein, den sie 1963 in Lünen-Süd gemacht hat. Als eine Freundin von ihr, die eigentlich als zart und schüchtern bekannt war, sich traute, den Führerschein zu machen, gab sich auch die heutige Vorsitzende des Seniorenbeirates einen Ruck und meldete sich für Fahrstunden an.© Foto: Rottgardt
Mitten im Winter mit acht Fahrstunden in vier Wochen zum Führerschein: Marianne Fasse bestand die Prüfung am 1. Februar 1956. Der Grund für ihren dringenden Wunsch nach dem Führerschein stand damals schon vor der Tür: Ein Volkswagen. Marianne Fasse liebte die Fahrstunden, bei denen die Frau, die nicht aus Lünen stammt, auch die Stadt kennen lernte.© Foto: Quiring-Lategahn
Werner Pintschovius hat seine Fahrerlaubnis schon seit fast 45 Jahren. Damit seine Mutter wenig später die Prüfung ebenfalls erfolgreich absolvieren konnte, half der Sohn: Als der Prüfer "rückwärts einparken" verlangte, besetzte der hinterher fahrende Sohn kurzerhand die Parklücke - Die Mutter bekam ihren Führerschein - ohne das ungeliebte Einparken unter Beweis zu stellen.© Foto: Kurtz
Erna und Hermann Hahn mit ihren Führerscheinen: Sie waren mit ihrem Auto viel unterwegs. Hermann Hahn hat seinen Schein seit 1957, Ehefrau Erna bezahlte drei Jahre später 128 Mark für ihren Führerschein. © Foto: Linnhoff
Der alte und der neue: Horst Mrzik mit Führerschein im Doppelpack. 1981 machte er die Prüfung unter Schmerzen. Als der Prüfer ihm den Führerschein in die Hand drückte, waren alle Schmerzen mit einem Mal vorbei.© Foto Linnhoff
Helmut Sodke mit seinem 50 Jahre alten Führerschein, den er keineswegs gegen eine Karte tauschen will. Nach nur achteinhalb Fahrstunden wurde er zur Prüfung zugelassen. Eine Fahrt zum Nordkap war die weiteste Strecke, die er mit dem Auto zurückgelegt hat.© Foto: Rottgardt
"Allein unter Männern" war Ruth Simaitis, als sie 1949 mit 18 Jahren ihren Führerschein machte. In der Fahrschule war sie die einzige Frau. Ihre Prüfung bestand sie nach nur sieben Fahrstunden mit Bravour.© Foto Quiring-Lategahn
Renate Schönroth erinnert sich noch lebendig an ihre Fahrstunden. Mit einer Borgward Isabella, weiß mit roten Sitzen, lernte sie in Düsseldorf das Autofahren. Um ein Gefühl für die Pedale zu bekommen, baute ihr Mann eine Vorrichtung mit einem Kochlöffel. "Darauf habe ich das Anfahren geübt".© Foto privat
Petra Küchler - geborene Rosin - hat 1977 ihren Führerschein gemacht. Während der Fahrstunden fragte ein asiatischer Fahrschüler, als Mitfahrer auf dem Rücksitz dabei, wie es denn "geklappert" habe. Dieser Übersetzungsfehler hat sich als geflügeltes Wort in der Familie erhalten. Noch heute wird bei Küchlers bei Prüfungen gefragt: "Wie hat es denn geklappert?"© Foto privat
Eine besondere Erinnerung an ihren verstorbenen Mann Klaus stellt sein Führerschein für Rosemarie Mack dar. Klaus Mack hat den Führerschein 1963 bei der Bundeswehr gemacht und ist dann 40 Jahre unfallfrei gefahren.© Foto: Hirsch
Als Marianne Strauch 1970 ihren Führerschein gemacht hat, saß bei den Fahrstunden auch mal ihr kleiner Sohn mit im Auto. Die symbolisch gemeinten Äußerungen des Fahrlehrers nahm der Filius allzu ernst, berichtete abends dem Vater: "Mama hat heute wieder zwei Radfahrer überfahren."© Foto: Beate Rottgardt
Wilhelm Krause hat einen besonderen Führerschein...© Foto: Matthias Dersch
Demnach erhielt der Lüner mit dem Tag seiner Geburt auch seine Fahrerlaubnis: Bei der Ausstellung war in das Datumfeld fälschlicherweise sein Geburtsdatum eingetragen worden. 60 Jahre lang fiel er damit in keiner Polizeikontrolle auf.© Foto: Matthias Dersch
Rückwärts in die Garage sollte Hans Riegas zu Beginn seiner Führerscheinprüfung (1966). Als Riegas fuhr, war der Prüfer entstetzt. Er hatte gemeint, der Prüfling sollte nur so tun als ob.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Aus Liebe zu ihrem Mann machte die inzwischen verstorbene Anita Krampe ihren 1976 ausgestellten Führerschein. "Ich lag damals im Krankenhaus, und damit sie mich besuchen konnte, hat meine Frau das Autofahren gelernt", erinnert sich Günter. Sein eigener ist von 1960.© Foto: Matthias Dersch
Ruth Ostgate mit ihrem Führerschein aus dem Jahr 1965, topmodisch mit Hochfrisur.© Foto: Britta Linnhoff
Karl-Heinz Gehrmann zeigt gerne seinen alten Führerschein aus dem Jahr 1953. Am 23. September bekam er den "Lappen" überreicht und setzte sich wenig später auf sein "unverwüstliches" VW 1200er-Motorrad mit 25 PS.© Foto: Matthias Dersch
Eine Tankstellenbetreiberin ohne Führerschein? "Nein, das ging nun wirklich nicht", meint Elisabeth Koch und machte 1969 ihre Prüfung.© Foto: Matthias Dersch
Herbert Aßmann hütet sein altes "Schätzchen": den Führerschein seines verstorbenen Vaters Ernst, ausgestellt am 16. November 1929 vom damaligen Görlitzer Kreisinspektor.© Foto: Matthias Dersch
Die Zulassungsbescheinigung von Ernst Aßmann, Vater von Herbert Aßmann, ausgestellt am 4. November 1929.© Foto: Matthias Dersch
Mit einem wackeligen Gefühl war Dieter Todzi in seine Fahrprüfung im Jahr 1964 gegangen. "Dann lief zwar alles glatt, beim Aussteigen hätte ich allerdings fast nicht in den Spiegel geguckt - dann wär ich durchgefallen", erinnert er sich. © Foto: Matthias Dersch
Mit wilder Lockenpracht ist Stephan Wilhelm auf dem Foto in seinem alten Führerschein zu sehen. Der heute 56-Jährige: "Die Frisur ist mein ganzer Stolz gewesen."© Foto: Matthias Dersch
Hat 1977 seinen Führerschein in Marburg gemacht, aber nur weil er musste: Lünens Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick fährt eigentlich lieber Fahrrad.© Foto: Matthias Dersch
Aus Liebe hat Wolfgang Nübel 1954 seinen Führerschein gemacht. Sonst hätte er seine damalige Freundin und heutige Frau nicht beim Rendezvous durch Oberhausen fahren dürfen.© Foto: Beate Rottgardt
Bei der Wehrmacht bekam Wilhelm Jochstädt 1939 seinen Führerschein ausgehändigt. Der heute 83-Jährige beherrschte alle Fahrzeugklassen und arbeitete später beim Militär sogar als Fahrlehrer in Frankfurt am Main.© Foto: Matthias Dersch
"Den 'Lappen' habe wir damals doch in erster Linie alle gemacht, um den Mädels zu imponieren", sagt Helmut Küster und lacht. Mit dem Arm aus dem Fenster und Musik im Radio sei er ab 1962 mit seinen Freunden regelmäßig durch Lünen gefahren.© Foto: Matthias Dersch
Marlies Hage mit dem Führerschein ihres Vaters Franz Schlüsener aus dem Jahr 1930. Sie glaubt, dass das Fahrzeug ihres Vaters eines der ersten war, das auf den Straßen der Stadt regelmäßig unterwegs war.© Foto: Britta Linnhoff
Als Bruno Romberg (76 Jahre) 1954 seinen Führerschein gemacht hat, gab es nur einen Fahrlehrer in Lünen: Clemens Kaiser. Nach ein paar Fahrübungen auf dem Hof hatte Romberg den "Lappen".© Foto: Matthias Dersch
So sah der erste Führerschein aus, der Friedhelm Schäfer vor 51 Jahren ausgestellt wurde: Klasse 4 für Kleinmotorrad. Kein Wunder, dass der spätere Automechaniker und Vorsitzende des Lüner Automobilclubs (LAC) schon mit 16 Jahren seinen Führerschein gemacht hat.© Foto: privat
Günter Hagenauer gehörte mit seinen 36 Jahren zu den älteren Fahrschülern, als er sich im Jahr 1967 dazu entschloss, seinen Führerschein zu erwerben. "Ich hatte Angst", bekennt der heute 80-Jährige mit dem Abstand von 44 Jahren.© Foto: Matthias Dersch
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Mein alter grauer Führerschein

Der Führerschein ist für viele Menschen mehr als ein Stück Papier oder Plastik. Die Ruhr Nachrichten haben deshalb nach Ihren ganz persönlichen Führerschein-Geschichten gefragt - die Resonanz war überwältigend. Hier eine Auswahl.
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Margret Zapp zeigt ihren Lappen.© Foto: privat
"Stacheldraht Ernst" machte seinen Führerschein im Jahr 1927. © Foto: Dersch
Kaufmann Ernst Schmidt hat das Geschäft von seinem Großvater übernommen. © Foto: Repro
Rolf Lemms Führerschein stammt aus dem Jahr 1955. Der 2010 Verstorbene war ein vorsichtiger Fahrer, seine Frau erzählt von den zahlreichen Aufforderungen des Fahrlehrers: "Fahren sie ruhig, grüner wirds nicht". Nur ein Jahr später bekam auch Friederun Lemm ihren "Lappen". Die beiden haben sich im Kirchenchor in Schongau in Oberbayern kennengelernt. "Nach den Proben sind wir immer zusammen spazieren gegangen" erinnert sie sich. Spazieren gegangen sind sie trotz bestandener Fahrprüfung noch eine Weile, denn das erste Auto legten sich die Eheleute erst einige Jahre später zu. Nach Lünen kamen sie im Jahre 1972, wo Rolf Lemm dann als Pastor der Preußengemeinde in Lünen-Süd tätig war.© Foto: Dersch
Der "Lappen" von Leserin Margret Pospiech ist von 1972. "Ich habe die Fahrprüfung am 20. Januar nach nur 7 Fahrstunden gemacht und bestanden. Den Lappen habe ich leider am selben Tag nicht bekommen. Meine Unterlagen wurden damals von der Fahrschule nicht rechtzeitig eingereicht. Ich war sehr sehr sauer. Den Führerschein konnte ich mir erst am 4. Februar 1972 zu Fuß abholen."


Margret Pospiech© Foto: privat
Franz Josef Hülsmann war leider 1973 gezwungen den Führerschein,der laut Polizei nicht mehr leserlich war, neu zu beantragen. (Der alte war vom 18.11.1963) "Da aber noch keine 10 Jahre (dann hätte ich ihn umsonst bekommen) vergangen waren, mußte ich noch 20 DM bezahlen. Meine Fahrstunden habe ich bei der Fahrschule Adam in Lünen-Süd abgeleistet. © Foto: privat
Eleonore Köth-Feige mit ihrem Führerschein, den sie 1963 in Lünen-Süd gemacht hat. Als eine Freundin von ihr, die eigentlich als zart und schüchtern bekannt war, sich traute, den Führerschein zu machen, gab sich auch die heutige Vorsitzende des Seniorenbeirates einen Ruck und meldete sich für Fahrstunden an.© Foto: Rottgardt
Mitten im Winter mit acht Fahrstunden in vier Wochen zum Führerschein: Marianne Fasse bestand die Prüfung am 1. Februar 1956. Der Grund für ihren dringenden Wunsch nach dem Führerschein stand damals schon vor der Tür: Ein Volkswagen. Marianne Fasse liebte die Fahrstunden, bei denen die Frau, die nicht aus Lünen stammt, auch die Stadt kennen lernte.© Foto: Quiring-Lategahn
Werner Pintschovius hat seine Fahrerlaubnis schon seit fast 45 Jahren. Damit seine Mutter wenig später die Prüfung ebenfalls erfolgreich absolvieren konnte, half der Sohn: Als der Prüfer "rückwärts einparken" verlangte, besetzte der hinterher fahrende Sohn kurzerhand die Parklücke - Die Mutter bekam ihren Führerschein - ohne das ungeliebte Einparken unter Beweis zu stellen.© Foto: Kurtz
Erna und Hermann Hahn mit ihren Führerscheinen: Sie waren mit ihrem Auto viel unterwegs. Hermann Hahn hat seinen Schein seit 1957, Ehefrau Erna bezahlte drei Jahre später 128 Mark für ihren Führerschein. © Foto: Linnhoff
Der alte und der neue: Horst Mrzik mit Führerschein im Doppelpack. 1981 machte er die Prüfung unter Schmerzen. Als der Prüfer ihm den Führerschein in die Hand drückte, waren alle Schmerzen mit einem Mal vorbei.© Foto Linnhoff
Helmut Sodke mit seinem 50 Jahre alten Führerschein, den er keineswegs gegen eine Karte tauschen will. Nach nur achteinhalb Fahrstunden wurde er zur Prüfung zugelassen. Eine Fahrt zum Nordkap war die weiteste Strecke, die er mit dem Auto zurückgelegt hat.© Foto: Rottgardt
"Allein unter Männern" war Ruth Simaitis, als sie 1949 mit 18 Jahren ihren Führerschein machte. In der Fahrschule war sie die einzige Frau. Ihre Prüfung bestand sie nach nur sieben Fahrstunden mit Bravour.© Foto Quiring-Lategahn
Renate Schönroth erinnert sich noch lebendig an ihre Fahrstunden. Mit einer Borgward Isabella, weiß mit roten Sitzen, lernte sie in Düsseldorf das Autofahren. Um ein Gefühl für die Pedale zu bekommen, baute ihr Mann eine Vorrichtung mit einem Kochlöffel. "Darauf habe ich das Anfahren geübt".© Foto privat
Petra Küchler - geborene Rosin - hat 1977 ihren Führerschein gemacht. Während der Fahrstunden fragte ein asiatischer Fahrschüler, als Mitfahrer auf dem Rücksitz dabei, wie es denn "geklappert" habe. Dieser Übersetzungsfehler hat sich als geflügeltes Wort in der Familie erhalten. Noch heute wird bei Küchlers bei Prüfungen gefragt: "Wie hat es denn geklappert?"© Foto privat
Eine besondere Erinnerung an ihren verstorbenen Mann Klaus stellt sein Führerschein für Rosemarie Mack dar. Klaus Mack hat den Führerschein 1963 bei der Bundeswehr gemacht und ist dann 40 Jahre unfallfrei gefahren.© Foto: Hirsch
Als Marianne Strauch 1970 ihren Führerschein gemacht hat, saß bei den Fahrstunden auch mal ihr kleiner Sohn mit im Auto. Die symbolisch gemeinten Äußerungen des Fahrlehrers nahm der Filius allzu ernst, berichtete abends dem Vater: "Mama hat heute wieder zwei Radfahrer überfahren."© Foto: Beate Rottgardt
Wilhelm Krause hat einen besonderen Führerschein...© Foto: Matthias Dersch
Demnach erhielt der Lüner mit dem Tag seiner Geburt auch seine Fahrerlaubnis: Bei der Ausstellung war in das Datumfeld fälschlicherweise sein Geburtsdatum eingetragen worden. 60 Jahre lang fiel er damit in keiner Polizeikontrolle auf.© Foto: Matthias Dersch
Rückwärts in die Garage sollte Hans Riegas zu Beginn seiner Führerscheinprüfung (1966). Als Riegas fuhr, war der Prüfer entstetzt. Er hatte gemeint, der Prüfling sollte nur so tun als ob.© Foto: Magdalene Quiring-Lategahn
Aus Liebe zu ihrem Mann machte die inzwischen verstorbene Anita Krampe ihren 1976 ausgestellten Führerschein. "Ich lag damals im Krankenhaus, und damit sie mich besuchen konnte, hat meine Frau das Autofahren gelernt", erinnert sich Günter. Sein eigener ist von 1960.© Foto: Matthias Dersch
Ruth Ostgate mit ihrem Führerschein aus dem Jahr 1965, topmodisch mit Hochfrisur.© Foto: Britta Linnhoff
Karl-Heinz Gehrmann zeigt gerne seinen alten Führerschein aus dem Jahr 1953. Am 23. September bekam er den "Lappen" überreicht und setzte sich wenig später auf sein "unverwüstliches" VW 1200er-Motorrad mit 25 PS.© Foto: Matthias Dersch
Eine Tankstellenbetreiberin ohne Führerschein? "Nein, das ging nun wirklich nicht", meint Elisabeth Koch und machte 1969 ihre Prüfung.© Foto: Matthias Dersch
Herbert Aßmann hütet sein altes "Schätzchen": den Führerschein seines verstorbenen Vaters Ernst, ausgestellt am 16. November 1929 vom damaligen Görlitzer Kreisinspektor.© Foto: Matthias Dersch
Die Zulassungsbescheinigung von Ernst Aßmann, Vater von Herbert Aßmann, ausgestellt am 4. November 1929.© Foto: Matthias Dersch
Mit einem wackeligen Gefühl war Dieter Todzi in seine Fahrprüfung im Jahr 1964 gegangen. "Dann lief zwar alles glatt, beim Aussteigen hätte ich allerdings fast nicht in den Spiegel geguckt - dann wär ich durchgefallen", erinnert er sich. © Foto: Matthias Dersch
Mit wilder Lockenpracht ist Stephan Wilhelm auf dem Foto in seinem alten Führerschein zu sehen. Der heute 56-Jährige: "Die Frisur ist mein ganzer Stolz gewesen."© Foto: Matthias Dersch
Hat 1977 seinen Führerschein in Marburg gemacht, aber nur weil er musste: Lünens Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick fährt eigentlich lieber Fahrrad.© Foto: Matthias Dersch
Aus Liebe hat Wolfgang Nübel 1954 seinen Führerschein gemacht. Sonst hätte er seine damalige Freundin und heutige Frau nicht beim Rendezvous durch Oberhausen fahren dürfen.© Foto: Beate Rottgardt
Bei der Wehrmacht bekam Wilhelm Jochstädt 1939 seinen Führerschein ausgehändigt. Der heute 83-Jährige beherrschte alle Fahrzeugklassen und arbeitete später beim Militär sogar als Fahrlehrer in Frankfurt am Main.© Foto: Matthias Dersch
"Den 'Lappen' habe wir damals doch in erster Linie alle gemacht, um den Mädels zu imponieren", sagt Helmut Küster und lacht. Mit dem Arm aus dem Fenster und Musik im Radio sei er ab 1962 mit seinen Freunden regelmäßig durch Lünen gefahren.© Foto: Matthias Dersch
Marlies Hage mit dem Führerschein ihres Vaters Franz Schlüsener aus dem Jahr 1930. Sie glaubt, dass das Fahrzeug ihres Vaters eines der ersten war, das auf den Straßen der Stadt regelmäßig unterwegs war.© Foto: Britta Linnhoff
Als Bruno Romberg (76 Jahre) 1954 seinen Führerschein gemacht hat, gab es nur einen Fahrlehrer in Lünen: Clemens Kaiser. Nach ein paar Fahrübungen auf dem Hof hatte Romberg den "Lappen".© Foto: Matthias Dersch
So sah der erste Führerschein aus, der Friedhelm Schäfer vor 51 Jahren ausgestellt wurde: Klasse 4 für Kleinmotorrad. Kein Wunder, dass der spätere Automechaniker und Vorsitzende des Lüner Automobilclubs (LAC) schon mit 16 Jahren seinen Führerschein gemacht hat.© Foto: privat
Günter Hagenauer gehörte mit seinen 36 Jahren zu den älteren Fahrschülern, als er sich im Jahr 1967 dazu entschloss, seinen Führerschein zu erwerben. "Ich hatte Angst", bekennt der heute 80-Jährige mit dem Abstand von 44 Jahren.© Foto: Matthias Dersch
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