Das Bild zeigt die Villa Urbahn aus der Vogelperspektive und gibt einen guten Eindruck von den Dacharbeiten. © Goldstein
Stadtentwicklung

Villa Urbahn in Lünen: Dachsanierung geht weiter nach Corona-Zwangspause

Seit wenigen Tagen sind wieder Handwerker auf dem Dach der Villa Urbahn hinter dem Rathaus in der Innenstadt zu sehen. Die Sanierungs-Arbeiten mussten kurzfristig ausgesetzt werden.

Nach einer corona-bedingten Zwangspause Ende vergangenen Jahres nimmt die Dachsanierung der denkmalgeschützen Villa Urbahn im Herzen der Lüner City wieder Fahrt auf. Die Dacharbeiten werden allerdings nicht wie ursprünglich geplant im Februar abgeschlossen sein.

„Die Dacharbeiten kamen Ende Dezember zum Erliegen, da sich die komplette Belegschaft des beauftragten Unternehmens in Corona-Quarantäne befand. Mittlerweile wurden die Arbeiten wieder aufgenommen und schreiten gut voran.“ Das sagte Jasmin Teuteberg, Sprecherin der Stadtwerke Lünen GmbH, am Freitag (22. Januar), im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die städtische Gesellschaft ist über ihre Tochter, die Stadtwerke Lünen (SL) Grundbesitz GmbH, Eigentümerin der altehrwürdigen Immobilie.

Baujahr 1925

Das im Jahre 1925 errichtete Haus verfügt über 15 Zimmern und zwei Bäder. Es befand sich über Generationen im Besitz der Familie Dr. Urbahn, die es 2018 an SL Grundbesitz verkaufte. Bekanntermaßen wird die Villa zum Museum der Stadt Lünen umgebaut.

Ein Blick in das Treppenhaus der Villa.
Ein Blick in das Treppenhaus der Villa. © Goldstein (A) © Goldstein (A)

Der Fertigstellungszeitpunkt der Dacharbeiten verzögere sich zwar, Folgearbeiten würden dadurch aber nicht zeitlich beeinträchtigt, sagte Jasmin Teuteberg weiter:

„Aktuell ist die technische Gebäudeausrüstung von Altbau und Neubau in Planung. Dazu laufen parallel Vorbereitungen für die anstehenden Ausschreibungen, für den Neubau sowie denkmal-behörderliche Genehmigungen für die Sanierung des Altbaus.“

Fernwärmestation läuft

Die Fernwärmestation sei mittlerweile installiert und in Betrieb, erklärte die Stadtwerke-Sprecherin: „Nach den geplanten Baumfällungen werden Baustellenzufahrt und Lagerplatz eingerichtet sowie Rangierflächen angelegt.“

Der für die Fällarbeiten notwendige Antrag sei gestellt, die Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) warteten auf die Freigabe. Jasmin Teuteberg: „Sobald diese vorliegt, werden die Fällungen durchgeführt. Gefällt werden Bäume im Bereich Zufahrt und Lagerplatz, die Hecken zur Straßenfront sowie Bäume auf den notwendigen Flächen für die spätere Erstellung des Übergangs vom Alt- zum Neubau – Stichwort Erweiterungsbau im Garten. Damit soll im Übrigen wie geplant im Oktober dieses Jahres begonnen werden. Der Bauantrag ist im Dezember gestellt worden und könnte im März vorliegen: „Wir rechnen mit einer Bearbeitungszeit von circa 3 Monaten“, sagte Teuteberg.

Im Oktober dieses Jahres sollen die Fällarbeiten fortgesetzt werden. „Die Zweiteilung erfolgt vornehmlich aus optischen Gründen, damit das Grundstück bis zum Baubeginn nicht völlig kahl in Erscheinung tritt“, sagte die Stadtwerke-Sprecherin. Nach aktuellem Stand würden dann nahezu alle Bäume weichen müssen, da sich ein Teil der Bäume im Bereich der Baugrube befindet und der andere Teil so marode ist, dass er eine Unfallgefahr darstellt.

Die kompletten Sanierungs- und Umbauarbeiten zum Museum sollen wie geplant 2023 erledigt sein.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks

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